Anzeige
 

Preisverfall: Kälbermäster fordern Einlagerungen

  • Mastkälber, Tierhaltung – Susanne Meier

Die Kalbfleischpreise sind im freien Fall. Das Fleisch will niemand. Der Kälbermästerverband fordert Einlagerungen.

Beim Kalbfleisch sieht es düster aus. Der Proviande-Richtpreis für diese Woche schlug um 80 Rappen ab, und Kälber gelten 14.40 Fr./kg SG. Theoretisch zumindest. Die Marktakteure sind der Meinung, dass dieser Preis nicht realisierbar sei.

Der Kalbfleischmarkt ist praktisch zum Erliegen gekommen. «Konnte über Weihnachten das Ganze dank verstärktem Verkauf im Detailhandel noch einigermassen aufgefangen werden, sieht die Lage heute weit dramatischer aus», schreibt der Schweizer Kälbermäster-Verband (SKMV) in einer Mitteilung. Der Entscheid des Bundesrats, die Gastrobetriebe um mindestens einen weiteren Monat zu schliessen, drücke noch weiter auf die Preise.

Der Zyklus beim Kalbfleisch ist meist immer gleich.
Schweizer Bauer

Der Zyklus beim Kalbfleisch ist meist immer gleich. Im Frühling ist das Angebot zu gross: Kalbfleisch wird eingelagert. Im Herbst ist das Angebot zu klein: Kalbfleisch wird importiert. Laut dem SKMV wurden in den vergangenen Jahren meist im März Marktentlastungsmassnahmen beschlossen, um die Preise zu stützen.

Doch so lange könnten die Kalbfleischproduzenten nicht warten, und die Kälber müssten die Ställe unverzüglich verlassen können. Denn man könne sie nicht ewig bei den Produzenten stehen lassen, heisst es in der Mitteilung weiter. Es sei wichtig, die Preise jetzt zu stabilisieren. «Aus all diesen Gründen bitten wir die Proviande, die Einlagerungen unverzüglich zu beschliessen. Falls das Geld wegen der bundesrätlichen Massnahmen nicht ausreicht für die Einlagerungen, ist sofort ein Gesuch beim Bundesrat zu stellen, damit diese Beiträge erhöht werden», fordert der SKMV in seinem Schreiben.

The post Preisverfall: Kälbermäster fordern Einlagerungen appeared first on Schweizer Bauer.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: schweizerbauer.ch