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Nur noch 18’400 Milchbauern

  • Seit 2010 haben 7700 e mit Melken aufgehört. – zvg
  • Die Käseproduktion ist seit 2016 nimmt seit 2016 stetig zu. – TSM

Der Strukturwandel in der wirtschaft setzt sich unvermindert fort. Im vergangenen Jahr haben rund 3.4 Prozent der e die Produktion aufgegeben. Bei der Käseproduktion wurde ein neuer Rekord realisiert.

Die tiefen Preise, insbesondere für Molkerei, führen im Sektor seit Jahren zu Umwälzungen. Obwohl 2020 die Produzentenpreise leicht gestiegen sind, ist die Produktion für viele e nicht kostendeckend.

652 Höfe haben aufgegeben

Deshalb überrascht es nicht, dass jedes Jahr hunderte e ihre Kühe verkaufen und die Produktion einstellen. 2020 gab es in der noch 18’396 Höfe, die ablieferten. Das sind 652 oder 3.4 Prozent weniger als im Vorjahr. Das «steben» hat sich gegenüber 2019 gar wieder beschleunigt.

Damals haben 520 e die Produktion aufgegeben. Damit zählte die Ende 2019 noch 19‘048 . Noch im Jahr 2010 gab es hierzulande 26’000 Höfe, die produzierten, 7700 mehr als Ende 2020. 2015 haben 832 e die Produktion aufgegeben. 2016 sind 778 e ausgestiegen. 2017 zogen sich 776 e aus der Produktion zurück. Und 2018 haben 643 Bauern die Produktion beendet. Die Marke von 18’000 en dürfte in diesem Jahr unterschritten werden.

Fast 10’000 e haben seit 2007 die Produktion aufgegeben.
TSM

179’000 Kilo pro

 Die 18’396 e haben 2020 insgesamt 3‘405‘139 Tonnen produziert. Das sind rund 6’000 Tonnen oder +0.2 Prozent mehr als im Vorjahr. Vergangenes Jahr lag die durchschnittliche produktion je bei 178’936 kg. Das ist ein Plus von 6’267 kg oder +3.6 Prozent. 2015 lieferte ein 154’705 kg ab, 2010 lag dieser Wert noch bei 127’082 kg.

Wie bereits im Vorjahr gab es einen Rückgang bei sämtlichen Grössenklassen, die weniger als 300‘000 kg pro Jahr produzieren. Die grösste Abnahme gab es in der Klasse 100’000 bis 200’000 Kilo. Hier haben 347 e mit Melken aufgehört. In dieser Grösse gab es 2020 6’437 Höfe, also 35 Prozent alle e, die produzieren. 

Gruyère klare Nummer 1

Die von der TSM Treuhand veröffentlichten Daten zeigen, dass die Käseproduktion erneut angestiegen ist. Mit 203’791 Tonnen wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Das sind 8766 Tonnen oder 4.4 Prozent mehr als 2019. Die Produktion hat in allen Kategorien (Hart-, Halbhart-, Weich- und Frischkäse) zugenommen. Der meistproduzierte Käse ist nach wie vor der Gruyère AOP (30’578 Tonnen), gefolgt von Mozzarella (24’116 Tonnen), Emmentaler AOP (17’218 Tonnen) und er Raclettekäse (16’843 Tonnen).

78 e mit mehr als 1 Millon Kilo

In den Klassen über 300’000 Kilo wurde überall eine Zunahme beobachtet. Die grösste Zunahme stellte sich bei en mit einem Produktionsvolumen zwischen 500’000 und 1 Million Kilo ein. In dieser Grössenklasse hat die Anzahl Produzenten um 46 Einheiten zugenommen. 2020 zählte die 78 e, die mehr als 1 Million Kilo produzieren. Das waren 9 mehr als 2019. Damit melkten 0.42% der e 3,3 Prozent der menge.

Die 15’741 produzenten (2019: 16‘478) mit einer Erzeugung von bis zu 300‘000 kg erreichen zusammen eine menge von insgesamt 1’986’238 Tonnen (2019: 2‘058‘079t) oder 60.3 Prozent (2019: 62.6%) der Gesamtproduktion. Die 2655 grössten produzenten (2019: 2‘570) mit einer Menge von über 300‘000 kg tragen bereits zwei Fünftel (39,7 Prozent)  oder 1’305’468 Tonnen (2019: 1‘230‘915 t) zur Jahresproduktion bei.

Die 2655 e ab 300’000 Kilo liefern knapp 40 Prozent der ab.
TSM

Zunahme bei den Frischprodukten, Rückgang bei der Butterproduktion

Nicht zuletzt wegen der Corona-Situation haben die erinnen und er im vergangenen Jahr mehr produkte konsumiert. Durch die erhöhte Nachfrage ist die Produktion nicht nur beim Käse, sondern auch bei verschiedenen Frischprodukten angestiegen. Die Konsumproduktion stieg um 18’426 Tonnen auf 448’087 Tonnen (+4.3 Prozent), die hergestellte Menge Jogurt stieg auf 153’549 Tonnen (+4.7 Prozent) und getränke wurden insgesamt 79’248 Tonnen abgefüllt (+5.6 Prozent). Ein Rückgang wurde bei der Butterproduktion verzeichnet. Bei einer praktisch konstant zur Verfügung stehender menge und einer Produktionszunahme bei den meisten produkten ist die Butterproduktion dementsprechend von 42’725 Tonnen auf 41’325 Tonnen zurückgegangen (-1’400 Tonnen oder -3.3 Prozent). tsm

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Quelle: erbauer.ch