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Neuseeländische Fleischexporte boomen

  • Angus-Rinder aus einer Weide in Neuseeland. – flickr.com/Jon Sullivan

Die neuseeländischen eure von Rind- und Schaffleisch haben im August so gute Geschäfte gemacht wie lange nicht mehr. Wie der nationale Fleischindustrieverband (MIA) kürzlich mitteilte, lag der Erlös der Rotfleischausfuhren mit 650 Mio NZ$ (418 Mio. Fr.) um gut ein Viertel über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. 

Laut dem Verband war das hauptsächlich auf das Einnahmeplus bei den Rindfleischen um 39% auf 179 Mio. Euro (191 Mio. Fr.) zurückzuführen. Dabei legten die Verkaufserlöse im Handel mit um 89% auf 70 Mio. Euro (64 Mio. Fr.) zu. Der Wert der Lieferungen in die stieg um 31% auf 61 Mio. Euro (65 Mio. Fr.).

Versorgungslage

Laut MIA-Geschäftsführerin Sirma Karapeeva wurden im August 35’327 t Rindfleisch ins Ausland verkauft; das waren 71 % mehr als die durchschnittliche Monatsmenge in den vergangenen 30 Jahren. Dabei habe die knappe globale Versorgungslage geholfen. So begrenzten der Herdenaufbau in Australien und beschränkungen in Argentinien das internationale Angebot.

Zudem habe Anfang September die von brasilianischem Rindfleisch eingestellt, da dort bei zwei Rindern die atypische Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) aufgetreten sei.

Teureres Schaffleisch

Bei Schaffleisch aus Neuseeland nahmen laut Mia die erlöse im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 % auf 123 Mio. Euro (132 Mio. Fr.) zu, obwohl die Ausfuhrmenge um 7% rückläufig war. Möglich machten das die auf durchschnittlich 6,85 Euro/kg (7,35 Fr.) gestiegenen Verkaufspreise. als grösster Kunde kaufte im Berichtsmonat für 56 Mio. Euro (60 Mio. Fr.) Schaf- und Lammfleisch in Neuseeland und gab damit 46 % mehr Geld als im August 2020 aus.

Ordentlich ins Stocken geraten ist dagegen der in das Vereinigte Königreich, der im Vergleich zum Vorjahresmonat mengenmäßig um rund die Hälfte auf nur noch 977 t einbrach. Das war die geringste Monatsmenge seit den 1980er-Jahren. «Es sieht so aus, als könnten wir die Auswirkungen des Brexits spüren», stellte Karapeeva fest. Grossbritanniens Schaffleische seien um 25 % zurückgegangen und im eigenen Land verblieben, weshalb der Importbedarf kleiner ausfalle.

Der neuseeländische Branchenverband Beef and Lamb geht davon aus, dass die Rindfleischausfuhren in dem im September beendeten Wirtschaftsjahr 2020/21 um 6,0% auf 493’000 t gestiegen sind, bei den Schaffleischausfuhren zeichnet sich hingegen ein kleines Minus von 1 % auf 391’000 t ab.

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Quelle: schweizerbauer.ch