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Milch: A-Richtpreis unverändert – Abzug tiefer

  • In der Branchenorganisation (BOM) sind Produzenten, Verarbeiter und Detailhandel paritätisch vertreten. – zvg

Der Richtpreis für industrielle Molkerei bleibt im ersten Quartal 2022 bei 73 Rappen je Kilo. Der Einzug des Fonds Rohstoffverbilligung wird um 0,5 Rappen gesenkt. Das hat der Vorstand der Branchenorganisation (BOM) beschlossen.

Auf den 1. Januar 2021 wurde der Richtpreis für im A-Segment um 2 Rappen auf 73 Rappen je Kilo erhöht. Die Branchenorganisation (BOM) begründete die Erhöhung im November 2020 mit der gestiegenen Nachfrage von Molkereiprodukten und Käse im Inland. Die Erhöhung sei nicht auf die internationale Marktlage zurückzuführen.

«Wunsch des Parlaments unterstützen»

An der Vorstandssitzung von Ende Mai entschied die BOM, den Richtpreis bis Ende 2021 bei unverändert 73 Rp./kg im A-Segment zu belassen. Einen besseren Preis wurde hingegen bei der B- beschlossen. Der Berechnungsmodus für den B-Richtpreis wurde angepasst. Diese Massnahme sorgt seit dem 1. Juli 2021 für einen um mehr als 2 Rappen höheren B-Richtpreis.

Nun hat die BOM entschieden, den Richtpreis von 73 Rappen je Kilo auch für das erste Quartal 2022 belassen. Gründe für diesen Entscheid nannte die BOM nicht.

Die BOM hat auch über die Höhe des Einzugs Fonds Rohstoffverbilligung entschieden. Der Abzug wird um 0,5 Rappen 4,5 Rp. pro Kilogramm nicht verkäste gesenkt. «Mit dem Verzicht auf den vollen Einzug der 5 Rappen Zulage für Verkehrs unterstützt die BOM den Wunsch des Parlaments und des Bundesrats, die Situation der Produzenten von Molkerei zu verbessern», schreibt die Branchenorganisation am Freitag.

«Bedrohung für wirtschaft»

Beraten wurden auch die Massentierhaltungsinitiative und der Gegenvorschlag des Bundesrats. Die BOM sieht beide Begehren als eine «grosse Bedrohung» für die er wirtschaft. Der Gegenvorschlag schneie für die er wirtschaft schlechter ab als die Initiative selbst.

Die BOM lehnt beide Vorschläge ab. «Auch wenn die produktion in der meilenweit von einer Massentierhaltung entfernt ist, würde die Initiative unnötige und teilweise kontraproduktive Auflagen nach sich ziehen, welche die Produktion stark verteuern würde», warnt die Organisation.

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Quelle: erbauer.ch