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Mais: Mykotoxin-Belastung tief bis mittel

  • Mykotoxine sind giftige, von Pilzen gebildete Stoffwechselprodukte. Sie können bei Menschen und Tieren bereits in tiefen Konzentrationen eine toxische Wirkung zeigen. – Agroscope

Trotz des Nachweises in fast jeder analysierten Körnermaisprobe war das Deoxynivalenol-Belastungsniveau in der 2021 tief bis mittel. Das Belastungsniveau mit Fumonisinen war tief, jedoch höher als im 2020, dasjenige mit Zearalenon war mittel. Dies teilt die Branchenorganisation der Getreidebranche, Swiss Granum, mit.

Das Mykotoxin DON wurde in fast jeder der analysierten Proben nachgewiesen (DON > 0.2 ppm bzw. mg/kg). Von gesamthaft 33 analysierten Proben wiesen 70% einen DON-Gehalt zwischen 0.2 und 0.5 mg/kg auf. 21% der Proben lagen zwischen 0.5 und 1 mg/kg und eine Probe enthielt über 1 mg/kg DON (2.50 mg/kg).

Der Durchschnitt aller analysierten Proben lag bei 0.45 mg/kg DON. «Somit ist das Belastungsniveau 2021 leicht höher als das von 2020 (0.38 mg/kg), liegt aber tiefer als dasjenige der letzten fünf Jahre (0.58 mg/kg)», schreibt Swiss Granum.

Die Mykotoxin-Richtwerte bei Körnermais, welche für Ergänzungs- und Alleinfuttermittel festgesetzt wurden, hängen von der zu fütternden Tierart ab (z. B. Sauen und Mastschwein: DON = 0.9 mg/kg, FUM = 5 mg/kg, ZEN = 0.25 mg/kg). 

Mykotoxine

Mykotoxine sind giftige, von Pilzen gebildete Stoffwechselprodukte. Sie können bei Menschen und Tieren bereits in tiefen Konzentrationen eine toxische Wirkung zeigen. Je nach Art der Substanz können Mykotoxine akut oder chronisch toxisch sein. Symptome von Vergiftungen sind Leber- und Nierenschädigungen, Beeinträchtigungen des Immunsystems, Haut- und Schleimhautschäden, oder hormonelle Wirkungen wie Fruchtbarkeitsstörungen. Manche Mykotoxine sind auch krebserregend und können Erbschäden hervorrufen. Einige toxigene Pilze befallen Pflanzen auf dem Feld, andere vermehren sich im Lagergut.

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Quelle: schweizerbauer.ch