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Mais-Bohnen-Gemenge interessant für Fütterung

  • Die Silierversuche zeigten, dass mit relativ geringen Bohnenanteilen eine stabile Silage und gute Silagequalitäten erzielt werden können. – zvg

Mais im Gemenge mit Stangenbohnen anzubauen und an Milchvieh oder Schweine zu verfüttern, kann für viehhaltende Betriebe eine interessante Option sein, insbesondere im Biolandbau. Für den Anbau stehen verschiedene pflanzenbauliche Konzepte zur Verfügung.

Dies ist eines der Ergebnisse einer sechsjährigen Studie des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau in Trenthorst, das vom deutschen Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger (BÖLN) gefördert wurde.

Grosse Schwankungen bei Bohnenerträgen

Wie die Bundesanstalt für und Ernährung (BLE) mitteilte, stehen für den Anbau bereits verschiedene pflanzenbauliche Konzepte zur Verfügung. Die Gemengesilagen seien bei geringen Bohnenanteilen bis 20% stabil silierbar und lieferten mehr Rohprotein als reine Maissilagen. Pflanzenbaulich
erweise sich die gleichzeitige Aussaat von Mais und Stangenbohnen in abwechselnden Reihen als praktikabel, genauso wie die Saat eines Gemenges in der gleichen Reihe, hob die BLE hervor. 

Bei den Anbauversuchen über vier Jahre zeigten sich unter biologischen Bedingungen keine Ertragsunterschiede zwischen Mais in Reinsaat und einem Mais-Bohnen-Gemenge. Dagegen fielen die Erträge beim konventionellen Gemengeanbau schwächer aus als in Reinsaat. In beiden Anbausystemen gab es grosse Schwankungen bei den Bohnenerträgen. Die höchsten Bohnenerträge lagen im Biolandbau bei 19,7 Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar (13,4 Prozent Ertragsanteil), während unter konventionellen Bedingungen bei gleichzeitiger Aussaat von Mais und Bohnen bis zu 32 Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar (19,1 Prozent Ertragsanteil) erreicht wurden.

Unkrautregulierung

Je früher das Bohnenwachstum einsetzte und je massenwüchsiger die Sorte, desto stärker ging der Gesamtertrag beim Gemengeanbau zurück. Stangenbohnensorten lieferten überwiegend bessere Erträge als Feuerbohnen, die sich aufgrund ihres hohen Tausendkorngewichts ohnehin nicht für den Praxisanbau eignen. 

Im biologischen Anbau sollte dabei für das spätere Hacken auf einen ausreichenden Reihenabstand geachtet werden. Konventionelle Betriebe müssten berücksichtigen, dass eine Unkrautregulierung nur im Vorauflauf möglich sei. Nach Angaben der Bundesanstalt zeigten die Silierversuche, dass mit relativ geringen Bohnenanteilen eine stabile Silage und gute Silagequalitäten erzielt werden können.

Positiv für Milcheiweissgehalte

Die Zugabe von Siliermitteln werde grundsätzlich empfohlen. Mit allen geprüften Bohnensorten seien in den
Gemengesilagen deutlich höhere Rohproteingehalte erreicht worden als bei den reinen Maissilagen. Bei Fütterungsversuchen mit Kühen hätten sich die relativ geringen Bohnenanteile von maximal 9% in der Silage nicht auf die Futteraufnahme ausgewirkt.

Laut Darstellung des Forscherteams könnte sich der Einsatz einer Gemengesilage bei entsprechender Energieversorgung auch positiv auf die Milcheiweissgehalte auswirken, berichtete die BLE. Bei der Fütterung von Mastschweinen hätten sich durch die Vorlage der Gemengesilage mit Bohnenanteilen von 15% weder Vor- noch Nachteile ergeben. Dennoch könne nach Einschätzung der Fachleute die Nutzung von Mais-Bohnen-Silagen für Biobetriebe eine interessante Option sein, um die gesetzlich vorgeschriebene Raufuttergabe bei Schweinen umzusetzen.

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Quelle: schweizerbauer.ch