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Lebensmitteln von morgen auf der Spur

  • Sorghum soll besser erforscht werden, da der TOP-Weizenanbau bei veränderten Klimabedingungen unter Druck gerät. – Geri Busslinger

Niederösterreich startet neues Forschungsprojekt zu alternativen Getreidearten in Backwaren. Massnahmen gegen den Klimawandel: Lebensmitteln von morgen auf der Spur.

Im Zuge des ecoplus-Lebensmittel-Clusters-Niederösterreich wird in dem Forschungsprojekt „Klimatech“ der Einsatz alternativer Getreidearten in Mühlen und Bäckereien erprobt. Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Peter Stallberger, Geschäftsführer von GoodMills Österreich, stellten das Projekt in dieser Woche vor.

Trockenheit führt zu Problemen im Weizenkorn

Ziel sei es, alternative Getreidearten wie Sorghum, Hirse, Buchweizen, Amaranth besser zu erforschen und schlussendlich dem Weizen beizumengen. Die Trockenheit führe im Weizenanbau zu einer relativ höheren Stickstoffkonzentration im Boden, der in der Pflanze in Form von Eiweiss gebunden werde. Durch den gesteigerten Proteingehalt lassen sich Weizenmehle für bestimmte Produkte schwieriger verarbeiten.

„Damit trifft die Klimaveränderung nicht nur die , sondern auch die Mühlen und die Backwarenproduzenten. In den Lebensmitteln steckt riesiges Know-how, welches mit dem Forschungsprojekt ‚Klimatech‘ noch weiter gehoben wird“, erklärte Pernkopf. Das Projekt läuft noch bis Ende 2022, ist mit insgesamt 300.000 Euro (324.132 CHF) dotiert und wird auch von der Forschungsgesellschaft (FFG) unterstützt.

Suche nach innovativen Lösungen

„Heimische Lebensmittel sind vor allem für hohe Qualität bekannt. Damit das auch unter veränderten klimatischen Rahmenbedingungen sichergestellt werden kann, ist es wichtig, dass an innovativen Lösungen gearbeitet wird. Dabei müssen auch neue Wege beschritten werden.

Es geht darum, die Lebensmittelwirtschaft fit für die Zukunft zu machen“, hob Danninger hervor. „Wir wollen mit regionalen Rohstoffen die Versorgung der Bevölkerung weiter sicherstellen. Dazu braucht man Partner in der . Viele aktuelle Problemstellungen in der Lebensmittelwirtschaft sind dazu völlig neuartig“, sagte Stallberger.

5000 Projektpartner

Seit dem Start der Clusterarbeit im Jahr 2001 hat die Wirtschaftsagentur ecoplus laut Danninger insgesamt 900 Kooperationsprojekte mit rund 5.000 Projektpartnern erfolgreich unterstützt. Im ecoplus-Lebensmittel-Cluster-Niederösterreich engagieren sich 118 Clusterpartner, die für über 13.100 Arbeitsplätze und einen Gesamtumsatz von über 3,3 Mrd. Euro (3.24 Mrd. CHF) verantwortlich sind. Die Schwerpunkte dieses Clusters sind nachhaltige Ressourcennutzung, Lebensmittelqualität und .

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Quelle: erbauer.ch