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Langsame Rückkehr zur Normalität

  • Die Seepegel gehen langsam zurück. – Kapo FR

Die Schweizer Gewässer kehren nach den Unwettern und Überschwemmungen der vergangenen Woche langsam zur Normalität zurück. Die Pegelstände der Seen sinken überall, seit Montagmorgen auch am Neuenburgersee.

Der See war erst am Montagmorgen auf ein Rekordniveau angestiegen. «Ein aussergewöhnlicher Hochwasserpegel von 430,73 Zentimetern – 29 mehr als beim Rekord im Mai 2015 – ist um 9 Uhr in Grandson gemessen worden», sagte der Stadtpräsident von Yverdon-les Bains, Pierre Dessemontet (SP), vor den Medien.

Neuenburgersee: Pegel sinkt nur sehr langsam

Gegen 10 Uhr sei der Pegel um den ersten Zentimeter gesunken. Das Abfliessen dürfte «extrem langsam» vor sich gehen. Der Pegel des Neuenburgersees wird laut Dessemontet mindestens bis Ende Woche hoch bleiben. Aber die Lage sei insgesamt unter Kontrolle.

Überschwemmungen gab es in Yverdon-les-Bains vor allem in der Nähe des Seeufers. Dort stehen ein zu 60 Prozent evakuierter Camping-Platz sowie Sportanlagen unter Wasser. Im Allgemeinen konnten die Schäden begrenzt werden, weil die Lehren aus dem letzten Hochwasser von 2015 gezogen wurden.

Auch Bielersee-Pegel sinkt

Auch der Pegel des Bielersees ist im Vergleich zum Vortag um zwei Zentimeter auf 430,65 Meter gesunken, befindet sich jedoch immer noch 30 Zentimeter über dem Hochwasserstand. Der See ist immer noch mit der höchsten Gefahrenstufe 5 eingestuft.

Der Murtensee (FR), der auf Gefahrenstufe 3 eingestuft ist, stieg in der Nacht auf Montag nicht weiter an. Der Pegel des Thunersees sank weiter, lag aber am Montagmorgen noch rund zwanzig Zentimeter über dem Hochwasserstand (558,30 m). Hier gilt weiterhin die Gefahrenstufe 4.

Stark betroffen von den Niederschlägen in den vergangenen Wochen ist auch die .
Monika Gerlach

Dämme in Luzern werden abgebaut

In Luzern beruhigte sich die Lage rund um den See weiter. Der Pegel des Vierwaldstättersees lag am Montag um 10 Uhr bei 434,78 Metern über Meer. Damit stand er 16 Zentimeter unter dem Maximum, das er in der Nacht auf Samstag erreicht hatte und als die Gefahr bestand, dass das Wasser auf den zentralen Schwanenplatz und die innerstädtische Hauptverkehrsstrasse fliesst.

Die Hochwassergefahr ist aber noch nicht gebannt: Die Untergrenze der obersten Gefahrenstufe liegt bei 434,75 Meter. Trotzdem wurde bereits am Sonntagabend der Schlauchdamm beim Schwanenplatz abgebaut, wie die Stadt mitteilte.

Strasse werden freigegeben

Seit dem frühen Montagmorgen wieder offen sind der Rathaussteg, die Reuss- und die Spreuerbrücke in der Stadt Luzern. Noch immer gesperrt sei die Kapellbrücke, wie ein Sprecher der Stadt Luzern auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Diese könne erst geöffnet werden, wenn auf dem Rathausquai kein Wasser mehr sei.

Voraussichtlich gegen Abend geht die Autobahneinfahrt beim Kasernenplatz wieder auf. Die Haldenstrasse soll am Dienstag oder am Mittwoch für den Verkehr freigegeben werden. Läuft alles nach Plan, sollen die Schutzbauten entlang der Reuss am Donnerstag abgebaut werden.

Wegen des Hochwassers werden die Kursschiffe auf dem Vierwaldstättersees bis mindestens Mittwochabend nicht fahren, wie die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees auf ihrer Webseite schreibt.

Entspannung auch in Stansstad

Auch Stansstad NW konnte eine weitere Entspannung vermelden: Der Seestand sinke kontinuierlich, schrieb die Gemeinde auf ihrer Homepage. Stansstad gehört zu den Uferdörfern, die mit dem hohen Pegel des Vierwaldstättersees zu kämpfen hatten.

Dort setzte der See den Dorfplatz unter Wasser, die Einsatzkräfte errichteten Holzstege, welche nun gestaffelt wieder abgebaut würden, heisst es weiter. Es sei davon auszugehen, dass der Dorfplatz und einzelne Strassen bis mindestens am Mittwoch gesperrt blieben. Nach wie vor stark belastet sei das Abwassernetz. Die Behörden bitten die Bevölkerung, auf unnötigen Wasserverbrauch zu verzichten.

Auch in Brunnen SZ stieg der See über die Ufer. Die Hauptstrasse Richtung Küssnacht SZ war am Montag für den Durchgangsverkehr weiterhin gesperrt. Der Pegel des Sarnersees lag am Montagmorgen bei 470,70 Meter und damit knapp 40 Zentimeter unter dem Maximum vom Freitag.

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Quelle: schweizerbauer.ch