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Landwirtschaft: 28 tödliche Unfälle 2020

  • Erneut haben zahlreiche Menschen ihr Leben bei Unfällen verloren. – kalhh
  • Im vergangenen Jahr verloren acht Personen ihr Leben aufgrund eines Fahrzeugsturzes mit Überschlag im Gelände oder infolge Abkommen von der Fahrbahn. (Symbolbild) – Kapo Luzern

Es ist eine traurige Bilanz: Im vergangenen Jahr wurden aus Unfallmeldungen 28 tödliche Unfälle erfasst. Die Tendenz in Vergleich zu den Vorjahren ist leicht rückläufig.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der (BUL) hat die Zahlen aus Medien- und Polizeiberichten erhoben.

2020 wurden so 28 Todesfälle erfasst, im Jahr zuvor waren es 29. 2018 wurden gar 46 tödliche Unfälle registriert. Der Mittelwert der erfassten Fälle aus den Jahren 2015-2019 liegt bei 33 tödlichen Unfällen pro Jahr. Die BUL hofft, dass sich die leicht rückläufige Tendenz fortsetzen wird.

9 tödliche Unfälle im Wald

Im vergangenen Jahr verloren acht Personen ihr Leben aufgrund eines Fahrzeugsturzes mit Überschlag im Gelände oder infolge Abkommen von der Fahrbahn. Zwei Personen wurde vom eigenen Fahrzeug überrollt.

9 Menschen wurden bei Forstarbeiten von fallenden Bäumen oder Baumteilen getroffen und tödlich verletzt. Weitere Unfallursachen waren «eingeklemmt werden beim Abkoppeln von Maschinen» (1), Stürze von Leitern und Gerüsten (3), Absturz im Gelände (1) sowie Sturz im Zusammenhang mit Tieren (1).

9 Menschen starben bei Holzarbeiten.
Kapo AR

3 Drittpersonen tödlich verletzt

Bei Unfällen in der haben auch Drittpersonen ihr Leben verloren. Gemäss BUL wurden zwei Personen von lichen Fahrzeugen erfasst, als sie mit dem Fahrrad unterwegs waren. Eine weitere Person wurde beim Arbeiten im Bereich des lichen Fahrzeugs überrollt.

Tödliche Kinderunfällen im Zusammenhang mit lichen Tätigkeiten wurden 2020 keine verzeichnet.

Datenerhebung nicht vollständig

Für liche Unfälle besteht keine Meldepflicht. «Daher können keine statistisch verlässlichen Aussagen gemacht werden», schreibt die BUL in ihrer Mitteilung. Ein Vergleich der eingegangenen Meldungen des vergangenen Jahrs mit den Vorjahren zeige jedoch eine leicht rückläufige Tendenz.

Präventionsschwerpunkte Sicherheitsgurt und Aus-/Weiterbildung im Forstbereich

Im Januar 2020 wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bauernverband die Sensibilisierungskampagne «Schon geschnallt?» lanciert, die auch im Jahr 2021 weitergeführt wird. Sie macht auf den Sicherheitsgurt als Lebensretter aufmerksam und soll motivieren, diesen auf lichen Fahrzeugen nachzurüsten und konsequent zu tragen.

Ein weiterer Präventionsschwerpunkt des kommenden Jahrs liegt im Bereich Aus- und Weiterbildung und der Vermittlung von Fachwissen an Personen, die Waldarbeiten verrichten.

-> Mehr dazu gibt es hier

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Quelle: schweizerbauer.ch