Anzeige
 

Kampf gegen den Hunger weltweit muss oberste Priorität haben

Deutscher LandFrauenverband zum Internationalen Welt-Landfrauentag und Welternährungstag

, 15.10.2020 – „Ohne Landfrauen wird der Kampf gegen Hunger nicht gelingen, nirgendwo auf der Welt“, sagt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). Anlass sind der heute stattfindende Internationale Welt-Landfrauentag und der morgen folgende Welternährungstag.

In Ländern des Globalen Südens leisten Frauen schätzungsweise 80 Prozent der Arbeit, um die Versorgung ihrer Familien mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. „Die Aufeinanderfolge von Internationalem Welt-Landfrauentag und Welternährungstag muss allen bewusst machen, welche Komplexität und enge Verflechtung besteht und welchen wertvollen Beitrag Millionen Frauen im ländlichen Raum zur Sicherstellung beziehungsweise Verbesserung der Welternährung leisten“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper weiter, „zumal in vielen Regionen Frauen dafür bis an die Grenzen ihrer physischen Belastung gehen müssen.“

Der weltweit geführte Kampf gegen den Hunger hat binnen 20 Jahren zwar schon Erfolge aufgewiesen. Doch soziale und militärische Konflikte sowie Auswirkungen des Klimawandels und Naturkatastrophen in den vergangenen Jahren haben diesen Fortschritt wieder zunichte gemacht. Schätzungsweise 690 Millionen Menschen weltweit hungern.

„Dass weltweit trotzdem viele Menschen hungern, haben sie nicht verschuldet. Im Gegenteil: Frauen im ländlichen Raum kämpfen weltweit für bessere Strukturen, wirtschaftliche Unabhängigkeit und Entwicklungschancen ihrer Kinder“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.

Corona verschärft die Situation erneut. Geschätzt 80 bis 130 Millionen Menschen könnten zusätzlich von Hunger betroffen sein. „Die aktuelle Pandemie wirft die Frauen in ihren Bestrebungen wieder zurück“, so Petra Bentkämper. „Die Zahl der Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren können, steigt durch Corona schlagartig weiter an. „Hier müssen schnell und effektiv Mittel und Wege gefunden werden, um keine weiteren Rückschläge im Kampf gegen den Hunger einzustecken. Finanzielle Mittel für nachhaltigen Pflanzenbau und tragfähige Produktionsmöglichkeiten sind dringend erforderlich. Dass der Friedensnobelpreis 2020 dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zugesprochen wurde, verdeutlicht die Priorität und Bedeutung für den Kampf gegen den Hunger weltweit“, betont Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: Deutscher LandFrauenverband e.V.