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Farmer gehen auf die Strasse

  • So sieht etwa das kürzlich verabschiedete Klimaschutzgesetz vor, dass Irland seine CO2-Emissionen um 51% reduzieren muss. – Pat O’Keeffe

Eine breite Protestaktion gegen das kürzlich verabschiedete Klimaschutzgesetz, den Strategieplan für die Gemeinsame Agrarpolitik () und das Nitrataktionsprogramm hat es in Irland gegeben.

Der Bauernverband (IFA) hatte für den vergangenen Freitag in mehreren Städten zu Sternfahrten aufgerufen. Laut dem IFA steht die vor ihren grössten Herausforderungen.

Abstockung der Tierbestände

So sieht etwa das kürzlich verabschiedete Klimaschutzgesetz vor, dass Irland seine CO2-Emissionen um 51% reduzieren muss. Aus Sicht des Verbandes wurden dabei die Folgen für die Wirtschaft und die nicht ausreichend berücksichtigt. Mit Blick auf die in Kürze zu erwartende Veröffentlichung der sektoralen Emissionshöchstmengen befürchtet der IFA, dass auf die Landwirte eine Verringerung der Produktion zukommen wird, mit enormen wirtschaftlichen Folgen.

Besonders treffen würde die Farmer eine Abstockung der Tierbestände. Im Hinblick auf die nationale Umsetzung der kritisiert der IFA, dass nach den derzeitigen Vorschlägen die Basisprämie jedes Landwirts um 25% gekürzt würde, um die Öko-Regelungen zu finanzieren. Jedoch seien viele Landwirte nicht in der Lage, sich dafür zu qualifizieren, und diejenigen, die sich qualifizierten, würden erhebliche Kosten für die Einhaltung der Vorschriften tragen müssen.

Produktivste Landwirte mit Einbussen

Infolgedessen rechnet der IFA damit, dass die produktivsten Landwirte Einkommenseinbussen hinnehmen müssen. Der Verband appellierte an die Regierung, Spielräume bei der Ausgestaltung der Öko-Regelungen stärker zu nutzen und dabei den produktivsten Landwirten eine höhere Zahlung zu gewähren. Darüber hinaus drängte der IFA darauf, über die Zweite Säule der Viehhaltung und Ackerbau besser zu unterstützen, anstatt die Produktion zurückzufahren. Der IFA schlug in dem Zusammenhang eine neue «Rinderaufzucht- und Veredlungsprämie» vor.

Erhebliche Kostensteigerungen in Millionenhöhe befürchten die Farmer ausserdem durch den vorgeschlagenen Nitrataktionsplan. Der IFA unterstrich, wenn die Regierung ihren derzeitigen Kurs fortsetze, werde sie der und dem ländlichen Raum schaden. Das werde der Umwelt nichts nützen, denn die Lebensmittelproduktion werde einfach in andere Länder verlagert, die dann aber einen grösseren CO2-Fussabdruck hätten.

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Quelle: erbauer.ch