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F: Ziele im Biolandbau werden verfehlt

  • Frankreich verfehlt seine Ziele im Biolandbau. – BWB, Franz Steiner

Frankreich wird sein selbst gestecktes Ziel beim Ausbau des Biolandbau voraussichtlich verfehlen. Das hat Landwirtschaftsminister Julien Denormandie eingeräumt. 

Er geht davon aus, dass bis zum Ende der laufenden Regierungsperiode im Jahr 2022 die biologisch bewirtschaftete Fläche einen Anteil von 12,5 % am Gesamtareal ausmacht. In dem 2018 aufgelegten Regierungsprogramm „Ambition Bio 2022“ war vorgesehen, bis zum Ende der Förderperiode dieses Programms im nächsten Jahr den Anteil der Biofläche in Frankreich auf 15 % zu heben.

Dafür wurden die Mittel im Vergleich zum vorangegangenen Förderzeitraum um 62 % auf insgesamt 1,1 Mrd Euro aufgestockt. Denormandie erklärte zu den Gründen für die Verzögerung, „dass manchmal die Übergänge etwas länger dauern“. Zugleich gestand er aber auch ein, dass die Regierung nicht genügend Unterstützung geleistet habe.

Der Ressortchef zeigte sich aber optimistisch, dass mit den aus der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik () für den Biolandbau bereitstehenden Mitteln eine Korrektur dieser Entwicklung erfolgen dürfte. Forderungen, für den Biolandbau künftig 1 Mrd Euro aus der künftigen bereitzustellen, trat er skeptisch entgegen. Denormandie wandte ein, dass die Gelder nur einmal vergeben werden könnten und an anderer Stelle den Landwirten abgezweigt würden.

An einem Strang ziehen

Zuvor hatten  mehrere regionale Tageszeitungen auf Initiative des Verbands der Biolandwirtschaft (FNAB) einen von mehr als 300 Mandatsträgern aller Parteifamilien unterzeichneten Aufruf veröffentlicht, in dem von der Regierung eine starke Unterstützung für die Entwicklung des Biolandbaus in der nächsten gefordert wird. Zu den Unterzeichnern gehören gewählte Vertreter mehrerer grosser französischer Städte, zahlreiche Präsidenten von Stadtgemeinden, Regionen und Départements sowie etwa 60 Abgeordnete des Senats und der Nationalversammlung.

Neben dem Ziel, bis 2022 insgesamt 15 % der Agrarflächen biologisch zu bewirtschaften, verweisen die Unterzeichner darauf, dass bis 2022 der Anteil an nachhaltigen Lebensmitteln bei 50 % liegen und der Anteil von Bioprodukten in der Schulverpflegung 20 % ausmachen solle.

Wenn sich die Kommunen für die ökologische Wende einsetzten, müsse auch der Staat in die gleiche Richtung gehen. Die aktuelle widme lediglich 2 % ihres Budgets der Förderung des Ökolandbaus. Um das europäische Ziel, bis 2030 insgesamt 25 % der landwirtschaftlichen Flächen biologisch zu bewirtschaften, zu erreichen, müsse die künftige ein mit dem Faktor fünf multipliziertes Budget für den Biolandbau bereitstellen, was jährlich 1 Mrd Euro zwischen 2023 bis 2027 entspräche. 

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Quelle: schweizerbauer.ch