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Extremes Jahr sorgt für historisch tiefe Ernten

  • Die Bienen hatten im 2021 besonders grosse Mühe. – zvg

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (lid) zieht Bilanz über das Jahr 2021. Im letzten Teil der 15-teiligen Serie wird das Jahr 2021 noch einmal zusammen gefasst.  

Das Wetter liess 2021 nichts aus. Spätfrost, viel Niederschlag mit Überschwemmungen und massive Hagelzüge beeinträchtigten vielerorts die massiv. Immerhin – der Herbst rettete noch das ein oder andere.

Extrem vom Wetter getroffen wurden einige Sommerfrüchte. Bei Zwetschgen konnten nur 40 Prozent des Fünfjahresmittel get werden, bei Aprikosen gar nur 35 Prozent. Besser lief es bei den Beeren – auch weil viele durch Folientunnel geschützt sind.

Kaum Mostbirnen 

Bei den Äpfeln fiel die Bilanz je nach Sorte unterschiedlich aus, Mostäpfel wurden jedoch äusserst wenige get. Bei den Mostbirnen wurde letztmals 1993 eine derart schlechte erzielt.

Frostnächte, Unwetter mit Überschwemmungen und Hagel tangierten auch die Gemüse. Normalerweise muss im Sommer kein Salat importiert werden, dieses Jahr Extremes Jahr sorgt für historisch tiefe n fehlte im Juli und August zeitweise rund die Hälfte der Ware. Im Herbst verbesserte sich die Lage etwas.

Die Situation wird die Gemüsebranche aber bis ins nächste Jahr hinein beschäftigen, ist doch auch das Lagergemüse betroffen.

Weniger Krankheitsdruck bei Rüben

 Bei den Kartoffeln liegt die bei konventioneller Ware gemäss Schätzungen rund 30 Prozent unter dem Fünfjahresmittel, bei Bioware rund die Hälfte. Die Qualität der geten Kartoffeln stimmt aber. Auch die Zuckerfabriken waren wegen der eher tiefen nicht ausgelastet, allerdings fiel die Rüben besser als befürchtet aus.

Zudem war der Krankheitsdruck bei den Rüben tiefer als in anderen Jahren. Die Brotgetreide fällt rund 30 Prozent tiefer als im Vorjahr aus und beim Raps kann die Nachfrage nach Schweizer Ware nicht gedeckt werden.

Im Weinbau sieht es je nach Kanton unterschiedlich aus. Während im Wallis die nur halb so hoch wie normal ausfällt, liegt das Graubünden nur knapp unter dem Schnitt. Die Qualität der Weine dürfte aber sehr gut sein.

Der Wald hingegen freute sich über den vielen Niederschlag und konnte sich nach den trockenen Vorjahren endlich etwas erholen.

Historisch wenig Honig 

Auch bei tierischen Produkten gab es ausfälle, so fiel die Frühlings beim Honig praktisch komplett ins Wasser und auch die Sommer konnte das nicht wettmachen. Kaum eine Imkerin oder ein Imker kann sich an so wenig Ertrag erinnern. Bei den Schweinen stieg die Produktion im zweiten Halbjahr. Die Preise befinden sich auf dem Niveau wie vor 50 Jahren.

Die Schweinehalterinnen und -halter sehen der Zukunft aber aufgrund ihrer Ausrichtung auf Qualitätsfleisch positiv entgegen. Die Eierproduktion befand sich dieses Jahr erneut auf hohem Niveau. Zu den Feiertagen hin zog die Nachfrage an, die Lager waren aber auch im November noch gut gefüllt. Ungebrochen ist die Nachfrage nach Schweizer Geflügel, das weiter boomt.

Die Produktion ist auch in diesem Jahr angestiegen. Für die Schweizer Milchwirtschaft war das Jahr 2021 insgesamt positiv. Die Milchmenge zeigt gegen Ende Jahr eine leicht sinkende Tendenz, dafür mit guter Nachfrage. Während Molkereiprodukte 2021 etwas an Boden verloren, konnte beim Käse die Produktion etwas gesteigert werden. Es gilt den Schwung und die gute Marktlage mit ins neue Jahr zu nehmen.

Jahresrückblick 2021

1. Teil: Kulturen saufen ab 
2. Teil: bau Schäden in Millionenhöhe
3. Teil: Gemüse-Importe wegen Wetter
4. Teil: Wein: Topqualität und historisch tiefe Erträge
5. Teil: Kartoffeln litten unter Nässe
6. Teil: Zuckerwerke sind nicht ausgelastet 
7. Teil: Ein Drittel weniger Brotgetreide
8. Teil: Nachfrage nach Raps nicht gedeckt
9. Teil: Turbulentes Jahr für den Wald
10. Teil: Gute Marktlage für Milch
11. Teil: Schweine: Preise wie vor 50 Jahren
12. Teil: Eierproduktion legt erneut deutlich zu
13. Teil: Herausfordernde Alpsaison
14. Teil: Historisch tiefe Honig

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Quelle: schweizerbauer.ch