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Erntemenge wegen Wetter angepasst

  • Die mengen beim Raps wird tiefer eingeschätzt als noch im März. – Andrea Schmidlin-Meury

Swiss Granum, die Branchenorganisation für , Ölsaaten und Eiweisspflanzen, hat die prognose für das laufende Jahr angepasst. Die Trockenheit in den Monaten März und April und das nasse und kalte Wetter im Mai seien bei den Ertragserwartung der einzelnen Kulturen unterschiedlich berücksichtigt worden.

Beim backfähigen Brot seien die aktuellen Schätzungen gegenüber dem Ende Februar festgestellten Trend annähernd gleichgeblieben, teilt Swiss Granum mit.

Brot: 447’000 Tonnen

Die Brotfläche (Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer/Einkorn, Mischel) wird um 3’300 ha höher eingeschätzt als 2020. Knapp 700 ha davon entfallen auf die Bio-Brotfläche. Prognostiziert wird eine Zunahme bei der Brotweizen- und Dinkelfläche um 4.4 resp. 6.2% (2’991 resp. 367 ha). Verglichen zum Vorjahr ist eine Zunahme der Weizenklasse TOP zulasten der Klasse I festzustellen.

Die Hartweizenfläche wird wie das übrige für die Nahrungsmittelproduktion separat ausgewiesen und beträgt 800 ha (+ 33.3%). Die menge an backfähigem Brot 2021 wird insgesamt auf ca. 447‘000 t geschätzt und liegt damit nur unwesentlich unter der Vorjahresmenge. Von dieser Menge fallen rund 35’000 t in Bioqualität an, was einer Steigerung des Biobrots gegenüber dem Vorjahr von 13% entspricht.

Ein zurzeit noch nicht quantifizierbarer Teil der Brotmenge kann bei der wegen Qualitätsmängeln voraussichtlich noch als nicht backfähig deklariert und im Futterkanal abgesetzt werden. In der geschätzten Brotmenge ist diese Menge aktuell noch enthalten.

Futter: Mehr Futterweizen

Auch beim Futter liegen die aktuellen Einschätzungen von Swiss Granum in der gleichen Grössenordnung wie Ende Februar. Insgesamt wird die Anbaufläche (ohne Körnermais) um rund 1’400 ha oder 3% höher eingeschätzt als im Vorjahr. Die Zunahme verteilt sich zum grössten Teil auf Futterweizen (+ 1’387 ha, + 14.4%) und zu einem kleinen Teil auf Hafer. Die Körnermaisfläche kann im Moment noch nicht abgeschätzt werden.

Beim Futterweizen ist mit 75’000 t eine um 14.2% grössere menge als im Vorjahr zu erwarten. Die Gersten wie auch die mengen von Triticale und Hafer werden in einer ähnlichen Höhe wie 2020 erwartet. Die Futter 2020 wird insgesamt auf rund 490‘000 t geschätzt, davon 7.4% in Bioqualität. Darin nicht inbegriffen ist die allfällig nicht backfähige Menge an Brot, welche aktuell noch nicht quantifizierbar ist. 

Weniger menge beim Raps

Die mengen der Ölsaaten und Eiweisspflanzen werden tiefer eingeschätzt als noch im März. Damit wird der Stand der Kulturen berücksichtigt und beim Raps aufgrund der Witterung die Ertragserwartung reduziert. Insgesamt dürfte die Eiweisspflanzen mit knapp 18‘000 t verglichen mit dem Vorjahr etwas höher ausfallen.

Die Ölsaaten wird mit insgesamt 103‘000 t um knapp 3% tiefer eingeschätzt als im vergangenen Jahr. Beim Raps wird mit 84’900 Tonnen eine leicht tiefere (- 4%) vorhergesehen. Es erscheint aufgrund der aktuellen Beurteilungen der Kulturen wenig wahrscheinlich, dass die letztjährige menge übertroffen wird, schreibt Swiss Granum. Damit wird der Bedarf nach einheimischem Raps voraussichtlich auch in dieser nicht gedeckt werden können.

Die der Sonnenblumen wird mit 12’500 Tonnen in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. Bei der Soja wird eine Menge von 5’300 Tonnen und damit eine geringfügige Zunahme erwartet. Der Bio-Anteil an der Ölsaatenmenge bewegt sich mit 2.9% weiterhin auf sehr tiefem Niveau.

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Quelle: erbauer.ch