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Einflug des bunten Försters

  • Durch seine rätschenden Rufe fällt der prächtig gefärbte Eichelhäher fast das ganze Jahr über auf. Nur in der Brutzeit verhält er sich heimlicher. Als scheuer Vogel ist er äusserst aufmerksam. – pixabay

Auf der im Unterwallis gelegenen Beringungsstation Col de Bretolet haben noch nie so viele Eichelhäher beringt werden können wie in diesem Jahr. Insgesamt wurden 154 Individuen markiert. Im Durchschnitt sind es 13 pro Saison.

Diese hohen Zahlen deuten auf einen Einflug hin, wie die Vogelwarte Sempach am Mittwoch mitteilte. Der letzte Einflug habe 2019 stattgefunden, als während der gesamten Zugzeit über dem Bodensee mehr als mehr als 130’000 Individuen gezählt wurden.

Einflüge sind laut der Vogelwarte Massenfluchten, die einige nordeuropäische Vögel in unregelmässigen Abständen Richtung Süden oder Westen unternehmen. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen sei die Nahrungsquelle des Eichelhähers.

Wie sein Name andeute, sei der kleine Rabenvogel stark von Eicheln als Futter abhängig, schreibt die Vogelwarte. «Einflüge kommen daher nur in Jahren vor, in nordischen Ländern wenige Eicheln und einen frühen Wintereinbruch gibt, aber nur, wenn der Bruterfolg im Vorjahr hoch war und es viele Eicheln gab.»

In der ist der Eichelhäher ein Teilzieher. Die Mehrheit der Vögel verbringt den Winter hier. Ein Teil zieht aber in den Mittelmeerraum, dazu zählen vor allem die Jungvögel. Gemäss der Vogelwarte gesellen sich zu den in der überwinternden Vögeln auch solche aus nördlicheren Ländern.

Der Eichelhäher kommt in verschiedenen Wäldern vor und gilt als «fleissiger Förster», wie die Vogelwarte schreibt. Jedes Jahr verstecke er grosse Mengen an Eicheln als Wintervorräte, finde jedoch nicht alle Verstecke wieder. So trage er zur Waldverjüngung und Verbreitung der Eiche bei.

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Quelle: erbauer.ch