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«Drama für die Milchbauern verschärft sich»

  • Die Unterdeckung liegt bei 26 Prozent . – MEG
  • 11,7 Cent fehlen zur Kostendeckung. – MEG

Die Milcherzeugung ist in Deutschland weiterhin ein Zuschussgeschäft. Die Preis-Kosten-Situation ist aus Sicht der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Milch Board ein «Drama, das für die Milchbäuerinnen und Milchbauern nicht grösser sein könnte». 

Nach den Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie und (BAL) zum Milch Marker Index (MMI) hätten im April 2021 die durchschnittlichen Produktionskosten für ein Kilogramm Milch im Bundesgebiet bei 45,75 Cent (49,5 Rp.) gelegen, während sich der mittlere Milcherzeugerpreis nur auf 34,02 Cent/kg (36,8 Rp.) belaufen habe, berichtete die MEG Milch Board am 15. Juli in Göttingen.

Der Auszahlungspreis lag 4 Prozent höher als im Januar dieses Jahres. «Das Verhältnis zwischen den Kosten und Preisen verbesserte sich entsprechend wieder nur geringfügig», schreibt das MEG. Zur Vollkostendeckung hätten den Milchbauern somit 11,73 Cent/kg (12,7 Rp.) oder 26 % gefehlt. Der Milch Marker Index ist von Januar bis April 2021 von 113 auf 111 Indexpunkte gesunken.

Die Rechnungen für die Produktionsmittel und Dienstleistungen der Milchproduktion könnten schon jetzt nicht bezahlt werden, und die Liste von neuen Forderungen an die zukünftige Produktion von Kuhmilch sei «praktisch unendlich», beklagte der Vorsitzende der MEG Milch Board, Frank Lenz. «Die Berechnungen der MEG Milch Board mit dem MMI dokumentieren das Drama, das für die Milchbäuerinnen und Milchbauern nicht größer sein könnte», fuhr er fort. Eine Milchpreisexplosion, ähnlich wie bei den Kosten, sei nicht in Sicht. «Wie auch, wenn die Milch verarbeitende Industrie ihre Macht dafür einsetzt, eine signifikante Milchpreiserhöhung für die Erzeuger um jeden Preis zu verhindern», kritisierte Lenz.

Die Bilanzreserven der Betriebe seien schon lange aufgebraucht, und weder Arbeit noch Boden würden entlohnt. «Folglich dreht sich das Hamsterrad immer schneller, und das Drama verschärft sich eklatant», so Lenz. Etwas Hoffnung zieht er aus dem Abschlussbericht der Zukunftskommission (ZKL). Dieser komme klar zu dem Schluss, dass Bäuerinnen und Bauern faire Preise für ihre Produkte bekommen müssten und dass eine Voraussetzung für Gemeinwohlleistungen eine positive betriebswirtschaftliche Kalkulation sei.

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Quelle: schweizerbauer.ch