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DK: Pestizid-Einsatz strenger reguliert

  • Das  Ministerium will «risikoärmere» Wirkstoffe definieren, bei denen die Steuer niedriger ausfällt als bei solchen mit einem «hohen Risiko für Natur und Umwelt». –

In Dänemark soll die zum Jahresende auslaufende Pestizidstrategie für weitere fünf Jahre verlängert und neu
ausgerichtet werden.

Nach einem Vorschlag des Kopenhagener Umweltministeriums soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln künftig «nachhaltiger und weniger umweltschädlich» werden. 

Viele Pflanzenschutzmittel teurer

Laut dem Umweltressort wurde die im Rahmen der bestehenden Strategie erhobene Pestizidsteuer bislang linear nach der Menge des enthaltenen Wirkstoffs berechnet. In Zukunft soll die Abgabe so ausgerichtet werden, dass im Endeffekt grundsätzlich weniger herkömmliche chemische Wirkstoffe eingesetzt werden.

Dafür will das Ministerium «risikoärmere» Wirkstoffe definieren, bei denen die Steuer niedriger ausfällt als bei solchen mit einem «hohen Risiko für Natur und Umwelt». Damit würden sich viele derzeit am Markt verfügbare Pflanzenschutzmittel absehbar verteuern.

Verstärkt werden sollen darüber hinaus die Überwachung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes und die Sanktionen bei der Verwendung von nicht zugelassenen Pestiziden. Dafür will die dänische Regierung die Kontrollen an den Grenzen und beim Handel, aber auch auf den Höfen intensivieren.

«Grüne Alternativen» verwenden

Nach Angaben des Ministeriums wurden im Rahmen des aktuellen Monitorings bei jeder vierten ohne Voranmeldung durchgeführten Kontrolle illegale Pestizide gefunden. «Es sollten nicht mehr chemische Wirkstoffe als unbedingt nötig eingesetzt werden», forderte Ressortchefin Lea Wermelin bei der Vorstellung
des Entwurfs für die neue Pestizidstrategie. Die Landwirte sollten daher ein Interesse an den Mitteln mit dem geringsten Effekt auf Natur und Umwelt haben oder am besten gleich «grüne Alternativen» verwenden.

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Quelle: schweizerbauer.ch