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D: Er soll Agrarminister werden

  • Cem Özdemir (Grüne) wird deutscher Agrarminister. – Sedat Mehder, CC BY 3.0

Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir soll in einer künftigen Bundesregierung mit und Agrarminister werden. Das teilten die Grünen nach stundenlangen Beratungen im Vorstand am Donnerstagabend mit. 

Er wäre der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Vorausgegangen war ein erbittertes Ringen zwischen Realos und linkem Flügel um die Verteilung der Kabinettsposten. 

Bisher wenig Schnittpunkte mit

Özdemir ist Diplom-Sozialpädagoge und arbeitete während seines Studiums als Erzieher und freier Journalist, schreibt agrarheute.com. Der Süddeutsche war von 1994 bis 2002 im Bundestag. Von 2004 bis 2009 war er Mitglied der grünen Fraktion im Europäischen Parlament. 2013 kehrte Özdemir in den Bundestag zurück. Özdemir war von 2008 bis 2018 Bundesvorsitzender und hat bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen aller erfolgreichen Grünen-Direktkandidaten geholt. 1981 trat er der Partei Die Grünen bei. 

Vor allem wirkte er an der Aussen- und Integrationspolitik mit. In der Agrarpolitik spielt der aus Stuttgart stammende Özdemir gemäss agrarheute.com bisher keine Rolle. Mit seiner argentinischen Ehefrau, die als Journalistin tätig ist, hat der 55-Jährige zwei Kinder. Seit seiner Jugend ist er Vegetarier. 

Cem Özdemir wird damit die Nachfolge von Julia Klöckner () antreten.

3 Realos, 2 Linke

Im Ergebnis sind nun drei von fünf vorgeschlagenen Grünen-Ministern Realos, zwei Linke. Drei Frauen stehen zwei Männer gegenüber. Der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter vom linken Flügel ist nicht Teil des Personaltableaus an Spitzenämtern, über das die 125’000 Grünen-Mitglieder ab diesem Freitag gemeinsam mit dem Koalitionsvertrag abstimmen sollen. Er galt eigentlich als gesetzt, fällt nun aber zugunsten Özdemirs aus. Auch Co-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt ist nicht Teil der Aufstellung.

Grünen-Chef Robert Habeck soll Vizekanzler sowie Klima- und Energieminister werden, Co-Chefin Annalena Baerbock wie erwartet Aussenministerin. Das Umweltministerium soll die frühere Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke übernehmen. Die rheinland-pfälzische Klimaministerin Anne Spiegel soll Familienministerin werden – ein Amt, das sie zuvor auf Landesebene ebenfalls schon inne hatte. Die aktuelle Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth soll Staatsministerin für Kultur und Medien werden.

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Quelle: schweizerbauer.ch