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Bergstrasse ausgebaut werden

  • Die Strasse verbindet oberhalb der Rängglochschlucht die Vorortsgemeinde Kriens mit dem Luzerner Stadtteil Littau. – zvg

Der Kanton Luzern entscheidet am 26. September über ein teures, aber ein unumstrittenes Strassenprojekt in der Agglomeration Luzern: Für 53 Millionen Franken soll die enge, kurvige und von Erdrutschen bedrohte Strasse durch das Ränggloch ausgebaut werden.

Die Strasse verbindet oberhalb der Rängglochschlucht die Vorortsgemeinde Kriens mit dem Luzerner Stadtteil Littau. Ein Abzweiger führt von ihr Richtung Malters und weiter in die Regionen Entlebuch und Hinterland im Westen des Kantons.

An den Werktagen benutzen rund 9500 Fahrzeuge diese Kantonsstrasse, welche die einzige ist, mit der Luzern und Kriens im Westen umfahren werden können. Allerdings ist sie kurvig und eng – sie befindet sich im Wesentlichen noch in dem Ausbauzustand, in dem sie vor rund 65 Jahren als Gemeindestrasse erbaut worden war.

Erdrutsche und Steinschläge

Im Kantonsrat wurde die Rängglochstrasse als Bergstrasse mitten im Siedlungsgebiet bezeichnet. Wie ein Verkehrsweg im Gebirge, ist sie auch von Erdrutschen und Steinschlägen bedroht. Zäune, Netze und Palisaden schützen heute die Strasse, die auch selbst abzurutschen droht und mit Hilfe von Messgeräten überwacht wird.

Das Projekt sieht vor, die Rängglochstrasse zwischen Kriens und Littau auf einer Länge von über zwei Kilometern auf sieben Meter zu verbreitern und mit einem Rad- und Gehweg zu ergänzen. Um die Strasse vor Naturgefahren zu schützen, wird sie auf einem Teilstück neu statt am Hang über einen 160 Meter langen Lehnenviadukt geführt.

Ein weiteres Manko der Strasse ist die Stelle, in der die Äste aus Kriens, Littau und Malters zusammentreffen. Die Verkehrsführung ist ungewöhnlich und unübersichtlich, wer von Kriens Richtung Malters fährt, muss auf der Kreuzung eine Haarnadelkurve befahren. Diese Kreuzung soll in einen Kreisel umgebaut und damit entschärft werden.

Im Kantonsrat war der Ausbau der Strasse unbestritten. Der Kredit, der wegen seiner Höhe den Stimmberechtigten vorgelegt werden muss, wurde mit 109 zu 2 Stimmen gutgeheissen.

Die Bauarbeiten sollen 2022 beginnen. In den beiden Folgejahren wird die Strasse während 18 Monaten gesperrt sein. Um ein Verkehrschaos und eine Blockade der Linienbusse zu verhindern, sollen der Verkehr grossräumig um Littau umgeleitet und zusätzliche Busspuren geschaffen werden.

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Quelle: erbauer.ch