Anzeige
 

Bäuerliche Organisationen für Konzernverantwortung

  • Bauern sollen Flagge zeigen, sagen die Kleinbauern. – VKMB

Bio Suisse, Uniterre und die Kleinbauernvereinigung stellen sich wie der Schweizer Tierschutz hinter die Konzernverantwortungs-Initiative.

Die Kleinbauern-Vereinigung, « mit Zukunft», Uniterre und Bio Suisse rufen alle Schweizer Landwirtinnen und Landwirte zu einer Solidaritätsaktion auf, wie es in einer Mitteilung heisst.

Auch wenn die Initiative die in der Schweiz nicht unmittelbar betreffe, seien Bäuerinnen und Bauern weltweit ebenso wie ihre Kolleginnen in der Schweiz auf faire Bedingungen angewiesen, damit sie eine naturnahe, zukunftsfähige betreiben könnten, heisst es weiter. Die Organisationen rufen die Bäuerinnen und Bauern deshalb dazu auf, Flagge zu zeigen.

Und auch der Schweizer Tierschutz (STS) unterstützt die Initiative. Ohne Würde beim Menschen gebe es keine Würde beim Tier, heisst es in einer Mitteilung. Bei Themenbereichen wie Umweltzerstörung und giftigen Substanzen liessen sich Menschenrechte und Tierschutzanliegen nicht trennen.

Nur ethisch saubere Unternehmen achteten auf das Wohlergehen und die Würde von Tieren, so der STS. Deshalb könnten auch der Schweizer die Produktionsbedingungen im Ausland nicht egal sein.

Die skammer (Laka), das Parlament des Schweizer Bauernverbandes, lehnt die KVI hingegen ab. Sie entschloss sich im September klar zu einer Nein-Parole und für eine Unterstützung des Gegenvorschlages. Die in der Initiative formulierten Haftungsregeln und die Beweislastumkehr würden zur Rechtsunsicherheit für den Wirtschaftsstandort Schweiz, argumentiert die Laka-Mehrheit.

Das will die Initiative

Kern der Initiative «Für verantwortungsvolle Konzerne – zum Schutz von Mensch und Umwelt» (Konzernverantwortungsinitiative) ist eine Sorgfaltsprüfungspflicht, die verhindern soll, dass es überhaupt zu Verstössen kommt. Konkret müssten die Unternehmen eine Risikoabschätzung und eine umfassende Berichterstattung vorlegen sowie Massnahmen zur Vermeidung und Beendigung allfälliger Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden treffen. Die neuen Vorschriften würden für alle Schweizer Unternehmen gelten. Weil die Sorgfaltsprüfungspflicht aber an spezifische Risiken geknüpft ist, wären vor allem multinationale Konzerne in der Pflicht.

Vorgesehen ist auch ein Kontrollmechanismus zur Durchsetzung der Sorgfaltsprüfungspflicht. Künftig sollen die Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen im Ausland haften – auch für jene ihrer Tochterfirmen und wirtschaftlich abhängigen Zulieferer. Urteilen würden Schweizer Gerichte nach Schweizer Recht. Kann ein Unternehmen glaubhaft nachweisen, dass es die Sorgfaltsprüfung umfassend durchgeführt und alle nötigen Massnahmen getroffen hat, ist es von der Haftung befreit.

The post Bäuerliche Organisationen für Konzernverantwortung appeared first on Schweizer Bauer.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: schweizerbauer.ch