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Agrarpolitik: Regierungsrat stimmt zu

  • Die vielfältige Landschaft in Appenzell Ausserrhoden soll erhalten bleiben. – Martin Brunner

Der Ausserrhoder Regierungsrat hat der Strategie zur kantonalen Agrarpolitik zugestimmt. Sie dient dem Regierungsrat und den Verwaltungsbehörden im srelevanten Vollzug als Leitlinie und Entscheidungshilfe.

Die Ziele des Regierungsprogramms 2020—2023 im Sektor können damit umgesetzt werden. Mit der Strategie legt der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden die Grundsätze für die kantonale Agrarpolitik fest, heisst es in einer Mitteilung von 23. Dezember 2020.

Die seit 2014 bestehenden Leitsätze werden ersetzt durch die neue Strategie. Die strategischen Grundsätze der Ausserrhoder Agrarpolitik bilden damit die Vorgabe für die lichen Massnahmen und Projekte aus dem Regierungsprogramm 2020—2023, die kantonalen Fördermassnahmen in der und die Haltung und Orientierung des Kantons zu Fragen der Agrarpolitik des Bundes AP22+ sowie zu den laufenden Initiativen wie Trinkwasserinitiative, Pestizid-Initiative oder Massentierhaltungsinitiative.

Appenzellische Kulturlandschaft erhalten

Die Lebensgrundlage der ist das gepflegte und vielfältige Kulturland. Der Kanton wird geprägt durch die grüne Hügellandschaft und die Streusiedlung mit sauber gepflegten Einzelhöfen. Mit der Bewirtschaftung des Kulturlandes soll die die lokalen Produktionsmöglichkeiten ausschöpfen können. Die Biodiversität soll gestärkt und die Landschaftsvielfalt erhalten werden.

Gute Voraussetzungen schaffen

Der Ausserrhoder Regierungsrat erachtet es als wichtig, dass die Agrarpolitik auf die bäuerlichen Familienbetriebe ausgerichtet wird. Gut ausgebildete Bäuerinnen und Bauern mit einem breiten Erfahrungsschatz gewährleisten eine hohe Professionalität. Durch Voraussetzungen wie Topografie, den Bedürfnissen von Mensch, Tier und Natur sind der lichen Tätigkeit Grenzen in der Produktivitätssteigerung auferlegt. Die stetige Strukturwandel der Preispolitik und auch eine Überbelastung der Bäuerinnen und Bauern soll vermieden werden. Dabei soll eine Verbesserung der sozialen Absicherung der der Hofmitarbeitenden erreicht werden.

Produkte von besonderer Qualität und regionaler Herkunft

In der Produktion soll sich die im Berggebiet durch besondere Produkte der regionalen Herkunft abheben. Chancen liegen in einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen der und den regionalen Verarbeitungsbetrieben, welche die lichen Produkte verarbeiten. Die Effizienz der Betriebe soll gestärkt und die Umweltbelastung sowie der Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen weiter reduziert werden.

Ressourcenschonende Rohstoffe 

Die Verbesserung der Nachhaltigkeit und die Ressourcenschonung gehören zu den grossen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft: Pflanzenschutzmittel werden in der hiesigen kaum eingesetzt. Die Grundwasseranalysen zeigen keine Rückstände. Gleiches gilt für das Nitrat, das durch die Grünlandbewirtschaftung nicht zu Umweltbelastungen führt. Die Tierhaltung verursacht hingegen Ammoniakemissionen, welche die Umwelt belasten. Durch das Ausbringen von Gülle mit einem Schleppschlauch können Emissionen vermindert werden. Gezielte Massnahmen im Stall bringen ebenso Verbesserungen.

Produktion und Nutzung erneuerbarer Energie

Ein beachtliches Potential sieht der Ausserrhoder Regierungsrat in der Produktion und Nutzung erneuerbarer Energie, die durch die Nutzung der Scheunendächer für die genutzt werden können. Mit dem kantonalen Agrarfonds besteht ein Instrument für Finanzierungshilfen in diesem Bereich.

Die Strategie zur kantonalen Agrarpolitik kann unter www.ar.ch/alw heruntergeladen werden.

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Quelle: schweizerbauer.ch