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Schutzzäune gegen Schweinepest

  • Zur Gefahrenabwehr gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest werden feste, schwarzwildsicher Wildschutzzaun errichtet. – Land Brandenburg

Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes deutsches Bundesland einen Grenzschutzzaun gegen die () errichtet und animiert die Jäger, jetzt vorbeugend noch mehr Wildschweine zu schiessen. In anderen Bundesländer wurden ebenfalls Schutzzäune hochgezogen.

Seit 1. Dezember zahlt das Land pro geschossenem Wildschwein 50 statt bisher 25 Euro, wie das Landesagrarministerium laut Dow Jones mitteilte.

Mecklenburg: 63 Kilometer lang

Der Schwarzwildbestand müsse weiter reduziert werden, ausserdem werde das Land weiteres Material für Schutzzäune kaufen, um im Seuchenfall gerüstet zu sein und Seuchenherde effektiver eindämmen zu können. Zudem würden jetzt Jagdhunde speziell auf die Suche toter Tiere ausgebildet, so das Agrarressort. Die Erfahrung aus Brandenburg zeige, dass im Seuchenfall jede Stunde zähle.

Der Schutzzaun in Mecklenburg-Vorpommern ist 63 Kilometer lang und reicht von der Uckermark über Linken und Hintersee bis Ahlbeck auf der Insel Usedom. Der Bau hat nach Angaben des Agrarressorts mehr als 1 Mio. Euro gekostet. Mit dem Zaun sollen infizierte Wildschweine daran gehindert werden, die Tierseuche aus in den Nordosten Deutschlands einzuschleppen. In grassiert die Tierseuche schon länger, vor allem bei Wildschweinen.

Brandenburg: Nach Zaunschluss soll Wildschweinjagd beginnen

In Brandenburg steht der nächste Schritt zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest in den betroffenen Landkreisen kurz bevor. Nach vollständiger Eingrenzung des ersten Kerngebiets in den Kreisen Oder-Spree und Spree-Neisse soll in der sogenannten weissen Zone, die doppelt umzäunt ist, die Jagd auf Wildschweine beginnen. Das teilte das Agrarministerium am Dienstag mit.

120 Wildschweinfallen sollen ebenfalls zum Einsatz kommen. Insgesamt wurden rund 125 Kilometer Zaun errichtet. Nach dem ersten bestätigten -Fall war die Jagd zunächst eingestellt worden, um die Tiere nicht aufzuscheuchen. Der erste -Ausbruch beim Schwarzwild ist im Land Brandenburg am 10. September 2020 amtlich festgestellt worden. Bisher sind in Brandenburg 182 Fälle der Tierseuche bei Wildschweinen bestätigt und in Sachsen elf Fälle.

Bayern: 500 Kilometer Wildzaun stehen

Um sich vor einem Eintrag der Schweinepest durch wandernde Wildschweine zu schützen, hat man auch in Bayern feste Schutzzäune errichtet. Die Wildzäune entlang der Autobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik sind fertiggestellt, berichtet Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber.

«Die Zäune sorgen für ein neues Sicherheitsniveau und einen bestmöglichen Schutz», so Glauber. Auf einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometern wurden die bestehenden Wildzäune durch die zuständigen Autobahnmeistereien auf Schäden überprüft, instand gesetzt und vorhandene Lücken durch das Errichten neuer Zäune geschlossen.

Der Ausbau für weitere bayerische Autobahnen, auch in Richtung Österreich, ist im nächsten Jahr geplant. Zusätzlich soll die Bejagung in den Schutzzonen entlang der Wildzäune verstärkt werden. Daher hat das Kabinett in München eine erhöhte Abschussprämie beschlossen. «Je geringer die Anzahl der Wildschweine, desto geringer ist die Gefahr, dass sich die Schweinepest weiter ausbreitet», so der Minister. Die Hausschweinbestände sind in Deutschland nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest

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Quelle: schweizerbauer.ch