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Studie: Pflanzenvielfalt führt nicht automatisch zu mehr Artenvielfalt

Es gibt einen ökologischen Grundsatz und der lautet: „Pflanzenvielfalt führt auch zu mehr Artenvielfalt bei Insekten- und Tierpopulationen“. Dieser Grundsatz scheint so nicht unbedingt zu stimmen, glaubt man aktuellen Studien von Pete Guiden und seine Kollegen vom Institut für Biowissenschaften der Northern Illinois University. Sie untersuchten 17 Forschungsflächen der restaurierten Tallgras-Prärie und maßen die Artenvielfalt in vier Tiergemeinschaften – Schlangen, kleine Säugetiere sowie Boden- und Mistkäfer. „Wir wollten wissen, ob die verschiedensten Tiergemeinschaften in den unterschiedlichen Pflanzengemeinschaften gefunden wurden oder ob etwas anderes für die Muster der biologischen Vielfalt der Tiere verantwortlich ist“, sagte Guiden. Die Studie testete dabei die Hypothese des „Feldes der Träume“, die vorhersagt, dass die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt der Pflanzen zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt der Tiere führen wird. Die Studie ergab, dass bei der Wiederherstellung des Lebensraums die Auswirkungen von Bewirtschaftungsstrategien auf Tiergemeinschaften im Durchschnitt sechsmal stärker waren als die Auswirkungen der biologischen Vielfalt von Pflanzen. Eine Wiederherstellung des Lebensraumes führt also offenbar nicht automatisch zu mehr biologischer Vielfalt bei Tieren und Insekten.

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Quelle: Bundesverband Rind und e.V.