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D: Höherer Milchpreis neutralisiert

  • Zuletzt seien vor allem die übrigen Kosten in der Milchproduktion deutlich gestiegen. – Samuel Krähenbühl

Trotz der im Jahresverlauf 2021 deutlich verbesserten Erlössituation in der deutschen Milchproduktion bleibt die wirtschaftliche Lage auf den Höfen angespannt.

Durch die stark gestiegenen Kosten ist das Gesamtergebnis aus Bauernsicht unbefriedigend. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn hervor.

Die Erlöse in der deutschen Milchproduktion hätten sich zwar im bisherigen Verlauf des Jahres 2021 spürbar erholt; neben den n seien auch die Preise für Schlachtkühe und Kälber gestiegen. Durch die höheren Kosten habe sich aber die Marge zwischen den Erlösen und den variablen Kosten aus Erzeugersicht kaum verbessert, so die AMI.

Höhere Anforderungen, höhere Kosten

Zuletzt seien vor allem die übrigen Kosten in der Milchproduktion deutlich gestiegen. Betriebsmittel wie Diesel, Dünger, Energie und Futtermittel wären jetzt spürbar teurer. Ausserdem hätten die zunehmenden Anforderungen der Gesellschaft und des Handels an die Produktion zu höheren Kosten geführt. Dazu zählten insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung von Umwelt- und Tierschutz, Tierwohl und Nachhaltigkeit auf den Betrieben, betonen die AMI-Experten. Auch die Umstellung auf gentechnikfreie Milch sei mit einem höheren Aufwand verbunden.

Aus der Marge zwischen den Erlösen und den variablen Kosten müssten auf den Betrieben noch die anfallenden Kosten für Arbeitserledigung sowie die Gebäude- und sonstige feste Kosten gedeckt werden. Diese fielen regional und in Abhängigkeit von der Betriebsstruktur sehr unterschiedlich aus. Hierbei spiele auch eine Rolle, ob Betriebe wachsen und dafür investiert haben oder in abgeschriebenen Gebäuden wirtschaften. Vor diesem Hintergrund seien die Betriebe derzeit kaum in der Lage, kostendeckend zu wirtschaften. Rückblickend sei dies nur in Jahren mit hohen en möglich gewesen. Der Strukturwandel bei den Milchviehbetrieben in Deutschland werde sich daher verstärkt fortsetzen, so die AMI.

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Quelle: schweizerbauer.ch