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Bauernorganisation will Alternative zu «Massentötung»

  • Aus Sicht der Freien Bauern ist die «Massentötung» von Rinderherden, die mit infiziert, aber klinisch gesund sind, ethisch nicht nachvollziehbar. – Kanton Freiburg

Die Freien Bauern haben den Ausstieg aus der Tötung von Rindern gefordert, die symptomlos mit dem Bovinen Herpesvirus Typ1 () infiziert sind.

Der Politikreferent des Verbandes, Reinhard Jung, wies am 17. Mai darauf hin, dass in diesem Jahr bereits 17 Betriebe von den Tötungsanordnungen der Veterinärämter betroffen gewesen seien, 14 davon direkt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden.

Insbesondere für die Milchviehbetriebe in der Grenzregion zu Ländern, wo die Krankheit kaum bekämpft werde, sei es unerträglich, ständig mit der Angst leben zu müssen, dass der Staat vom einen auf den anderen Tag ihr züchterisches Lebenswerk vernichten könne. Aus Sicht der Freien Bauern ist die «Massentötung» von Rinderherden, die mit infiziert, aber klinisch gesund sind, auch ethisch nicht nachvollziehbar.

Sie schlagen alternativ eine dreijährige Quarantäne vor. «Das bedeutet, dass betroffene Betriebe die Erlaubnis für eine Schutzimpfung bekommen, dass sie in dieser Zeit kein Zuchtvieh vermarkten dürfen, dass sie ihre Tiere entweder durch oder bei Weidehaltung mit einem doppelten Zaun absichern müssen und dass sie mit regelmäßigen Blutproben die Entwicklung des Infektionsgeschehens gegenüber dem Veterinäramt dokumentieren“, erläuterte Jung.

Diese Vorgehensweise würde betroffenen Rinderhaltern die Möglichkeit eröffnen, ihre Herden durch eine unbelastete Nachzucht und gezielte Zukäufe über einen längeren Zeitraum aus eigener Kraft zu sanieren.

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Quelle: erbauer.ch