Anzeige
 

«Wir sind in einer schlechter Situation»

  • Ziel eines neuen Mechanismus müsse es sein, die Fallzahlen drastisch zu senken, sagte Bundesrat Alain Berset. – Bund

Gesundheitsminister Alain Berset will am er Weg auch angesichts der hohen Corona-Fallzahlen festhalten. Der Bund diskutiert derzeit mit den Kantonen über einen «Eskalationsmechanismus» während der Festtage. Zentrales Kriterium ist dabei die Kapazität in den Spitälern.

Die Corona-Zahlen bleiben hoch: In der und in Liechtenstein wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 10’726 neue -Ansteckungen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um 9,3 Prozent an.

Gleichzeitig registrierte das BAG 193 neue Todesfälle und 445 Spitaleintritte. Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 17,1 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 652,21 laborbestätigte -Infektionen gemeldet.

Reproduktionszahl von unter 0,8

In einem «offenen, kritischen Austausch» versuchten Bund und Kantone am Montag, generelle Regeln für die Festtage zu etablieren. «Wir sind jetzt im Dezember in einer sehr schlechten Situation», sagte Berset vor den Medien.

Ziel eines neuen Mechanismus müsse es sein, die Fallzahlen drastisch zu senken. Gefragt sei eine Reproduktionszahl von unter 0,8. Das hiesse, dass sich die Fallzahlen innerhalb von zwei Wochen halbieren würden. Eine neue Vernehmlassung sei im Gange, sagte der Bundesrat nach seinem Treffen mit den kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

«Nie etwas ausgeschlossen»

Der Anstieg der Fallzahlen auf sehr hohem Niveau sei neu, sagte Berset. Deshalb sei «grundsätzlich nie etwas ganz ausgeschlossen». Der Bundesrat werde voraussichtlich am nächsten Freitag über die nächsten Schritte entscheiden. Dann würden die Effekte der vergangene Woche getroffenen Massnahmen aber noch nicht sichtbar sein.

«Was jetzt passiert, wurde nicht erwartet», sagte Berset weiter. Ende November habe es eine «sehr gute Entwicklung» gegeben. «Leider hat es sich danach negativ weiterentwickelt.» Zu einem möglichen Ampelsystem sagte Berset, dass Automatismen in der Krise «nicht so gut funktionieren». Es brauche Flexibilität. Die Behörden arbeiteten von Beginn der Krise an mit Kriterien, etwa die Entwicklung der Fallzahlen, der Hospitalisationen, der Todesfälle und des R-Wert

Kapazitäten in den Spitälern

GDK-Präsident Lukas Engelberger betonte , dass man wie der Bund der Auffassung sei, dass die aktuellen Massnahmen nicht ausreichten. Konkrete Massnahmen wurden an der Konferenz allerdings nicht genannt.

Als zentrales Kriterium für weitere Massnahmen sollen die Kapazitäten in den Spitälern berücksichtigt werden. Die Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegenden seien am Anschlag und «müde», so Berset. Die Lage in den Spitälern sei schwierig, sagte auch Engelberger.

«er Weg gehen»

Man wolle aber den er Weg weiter gehen und nicht alles schliessen, betonte Berset. Wenn mit der Schliessung der Restaurants um 19 Uhr die Fallzahlen nicht sinken würden, sei klar, was kommen werde. In einem ersten Schritt würden die Restaurants ganz geschlossen, danach gehe es um die Läden. Schulschliessungen seien nicht vorgesehen, sagte der Gesundheitsminister.

Impfstrategie

Ein weiteres, akutes Thema, das in der Sitzung zwischen Bund und Kantonen besprochen wurde, war die bevorstehende Impfstrategie. Mit den gesicherten Impfstoffen können gemäss Berset rund sieben Millionen Menschen geimpft werden, da es jeweils zwei Impfdosen braucht.

Gemäss Engelberger wollen die Kantone in den ersten Tagen des neuen Jahres bereit sein. Es sei wichtig, dass jene Massnahmen früh, die eine Wende in der Krise bringen sollen, früh zur Verfügung stehen. Der Kanton Bern teilte seinerseits mit, dass er ab Mitte Januar in grösserem Umfang Corona-Impfungen durchführen wolle.

Bei den weit ersten Flächentests wurden von Freitag bis Sonntag in Südbünden 15’151 Personen getestet. Rund 1 Prozent der getesteten Personen Diese Corona-Schnelltests kosten den Kanton fünf Millionen Franken. Darin eingerechnet sind Nachtests bis Ende des Jahres.

The post «Wir sind in einer schlechter Situation» appeared first on er Bauer.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: erbauer.ch