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Weniger Pflanzenschutzmittel mit mehr Biodiversität 

  • Der «Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge» als heutiger Biodiversitätsförderflächen-Typ wird weiterentwickelt zum «Nützlingsstreifen», der zukünftig im Rahmen der Produktionssystembeiträge gefördert werden soll.  – Jonas Ingold

Biodiversitätsförderflächen werden nicht oder reduziert gedüngt und mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Buntbrachen oder Ackerschonstreifen tragen damit zu den Zielen der Parlamentarischen Initiative bei.

«Biodiversitätsförderflächen auf der Ackerfläche kommen nicht nur der Natur zugute, sondern auch der Produktion von Lebens- und Futtermitteln», schreibt das Bundesamt für .

Durch diese Flächen werden Nützlinge und Bestäuber gefördert, welche zur Bekämpfung von Schädlingen der lichen Kulturen und für die langfristige Sicherung der Bestäubung immens wichtig sind. Die vorgeschlagene neue ÖLN-Anforderung von 3.5 % Biodiversitätsförderflächen auf der Ackerfläche trägt gleichzeitig zu beiden Zielen der Parlamentarischen Initiative 19.475 «Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren» bei, der Verminderung des Nährstoff- und des Pflanzenschutzmitteleintrags.

«Gleichzeitig wird über die Biodiversitätsförderflächen die Biodiversität dort gezielt gefördert, wo heute ein grosses Defizit besteht, nämlich auf der Ackerfläche im Talgebiet», heisst es weiter. Insgesamt benötigen alle ÖLN-Betriebe weiterhin mindestens 7% Biodiversitätsflächen; die 3.5% Biodiversitätsförderflächen auf der Ackerfläche müssen nicht zusätzlich bereitgestellt werden. Die Vorschrift gilt nur für Betriebe mit mehr als 3 Hektaren offener Ackerfläche in der Tal- und Hügelzone.

Mit dem Ackerschonstreifen und dem neuen BFF-Element « in weiter Reihe» haben die Betriebe zwei Typen von Biodiversitätsförderflächen zur Auswahl, mit denen Lebens- und Futtermittel produziert werden können. «Bunt- und Rotationsbrachen sowie Säume und Nützlingsstreifen sind nicht nur wichtige Lebensräume für viele Tierarten, sondern werten auch das Landschaftsbild auf», schreibt das BLW.

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Quelle: schweizerbauer.ch