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Welt-Getreidelager auf Fünfjahrestief

  • Selbst eine neuerliche Produktionssteigerung 2021/22 auf ein Allzeithoch werde vom stetig wachsenden hunger der Welt aufgefressen. – Unbekannt

Ein Anstieg der weltweiten Produktion um 2% und des Angebots an und Mais in der laufenden Saison 2020/21 um insgesamt 36 Mio. t gegenüber dem Vorjahr wird von einer Zunahme des Verbrauchs um 44 Mio. t mehr als aufgewogen und führt zu einem Abbau der Lager um 8 Mio. t auf einen fünfjährigen Tiefstand. Die Preise sind auf dem höchstem Stand seit Mitte 2013.

Selbst eine neuerliche Produktionssteigerung 2021/22 auf ein Allzeithoch werde vom stetig wachsenden hunger der Welt aufgefressen, und die Lagerstände sollen sich nicht erholen, lautet die Prognose des Internationale rats IGC . 

China hortet Weizen

Weltweit, so der IGC, liegen nach der laufenden Saison 2020/21 vergleichsweise sehr komfortable 38,1% des Weizenverbrauchs auf Lager. Allerdings hortet China das Gros von 46% der weltweiten Weizenreserven (133,2 Mio. t von 289,4 Mio. t) beziehungsweise von ganzen 94,5% seines Jahresverbrauchs. China herausgerechnet, decken die Weizenendlager der restlichen Welt dann auch nur 25,1% des Konsums.

Preisindex auf höchsten Stand seit Mitte 2013

Mit starken Zunahmen aller erfassten Produktpreise, ausser der für Reis, stieg im abgelaufenen Monat der - und Ölsaatenpreis-Index des IGC (GOI) um 8,2% (+54,1% im Jahresabstand) auf den höchsten Stand seit Mitte 2013.

Ängste um ungünstiges Wetter und sich verknappende Versorgung lösten die soliden Preisanstiege zum Vormonat bei Mais um 13,0% (+91,3% im Jahresabstand), Weizen um 10,2% (+27,9% im Jahresabstand), Sojabohnen um 7,5% (+75,7% im Jahresabstand) und bei Gerste um 7,1% (+36,4% im Jahresabstand) aus. Befürchtungen um verschlechterte Bestände in Brasilien, verzögerte Aussaat in den USA und feste US-Kassamärkte lösten die Maisrallye aus.

Trotz Rekord 2021/22 keine Bestandserholung

Die Entwicklung beim Mais sowie unsichere Wetterbedingungen auf Teilen der Nordhalbkugel zogen den Subindex von Weizen mit nach oben. Schliesslich kamen dem Sojaindex das schwindende Angebot in den USA, unter den Erwartungen liegende Anbauschätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums sowie eine breit angelegte Stärke der globalen Pflanzenölmärkte zugute.

Angeführt von Zuwächsen von Weizen und Mais wird die globale erzeugung im kommenden Wirtschaftsjahr 2021/22 laut IGC um weitere 61 Mio. t auf den Rekord von 2,287 Mrd. t zulegen. Das Mehr an Angebot von 52 Mio. t trifft aber auf ein ebensolches von Verbrauch, sodass 2021/22 ein zum laufenden Wirtschaftsjahr unveränderter Endlagerstand von 609 Mio. t überbleiben wird. Dabei werden die Maisbestände neuerlich, nämlich auf ein Neunjahrestief abfallen, wohingegen sich ein neuerlicher Bestandsaufbau beim Weizen abzeichnet.

Wachsender Sojabohnenverbrauch nimmt Rekordn auf

2020/21 kommt es zu einer 7%igen Zunahme der globalen Sojabohnenerzeugung mit einer in Brasilien grösser als zuletzt geschätzten . Damit hebt der Rat bei einer unveränderten Verbrauchsannahme die Endlagerschätzung zwar an, die Reserven schmelzen aber dennoch um 5 Mio. t, weil auch der Bohnenkonsum im Jahresabstand solide wächst.

Insbesondere die Sojabestände der USA schrumpfen um 80%. 2021/22 soll dann zwar mit einem Produktionsplus von neuerlich 6% eine Rekord von Sojabohnen folgen, der Lagerstand aber bei einer höheren Bedarfsschätzung gegenüber dem Vormonatsbericht etwas weniger um nunmehr 4 Mio. t ansteigen.

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Quelle: erbauer.ch