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Vertrauen in Bauern hoch – Regio-Produkte Treiber

  • Regionalität gewinnt im Zuge der Corona-Pandemie weiter an Bedeutung. – zvg

Das Vertrauen in die ist weiterhin hoch. Geschätzt werden die Herstellungsbedingungen und die kurzen Transportwege der Lebensmittel. Aufgrund der Corona-Pandemie kaufen viele bewusster und bewusst regionaler ein. Dies geht aus einer Umfrage des Bundesamt für (BLW) hervor.

Das BLW hat im Februar 2021 eine repräsentative Befragung bei der Schweizer Bevölkerung über die heimische Land- und Ernährungswirtschaft durchgeführt. Die Resultate sind, trotz der hitzigen Diskussionen um Pflanzenschutzmitteln, erfreulich

Die Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Schweizer erweist sich als stabil. Nach einem leichten Rückgang der Werte bei der Befragung 2017 sind sie in den Jahren 2019 und 2021 wieder gestiegen. «Ein starker Treiber dieser positiven Entwicklung ist die regionale Produktion, verbunden mit qualitativen Eigenschaften der Schweizer sprodukte», heisst es in der Studie des BLW.

Schweizer Ei ist Spitzenreiter

Ein hoher Anteil der Bevölkerung legt Wert auf die Herkunft von Lebensmitteln. 93 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, «wenn immer möglich» sprodukte aus der Schweiz zu kaufen. Spitzenreiter, nach Produkten aufgeteilt, ist das Schweizer Ei, bei welchem 78 % der Befragten angeben, dass sie Herkunft Schweiz gegenüber ausländischen Herkunft immer/fast immer bevorzugen.

Eine nicht mehr ganz so hohe Bedeutung der Herkunft «Schweiz» zeigt sich bei Milch und Frischmilchprodukten (64 %), Kartoffeln (61 %) und Fleisch (ohne Wurstwaren) (59 %). Mit knapp unter 50 % Schweizer Einkaufspriorität folgen Käse und Honig (je 48 %), Gemüse (47 %) und Wurstwaren (46 %). Bei Wein (11%), Speiseöl (21%), - (23%) und Kartoffelprodukte (24%) und Obstsaft (26%) sind die Werte eher tief. Zu beachten ist aber, dass bei diesen Produkten  der Anteil der Befragten, welche die Schweizer Herkunft selten oder nie bevorzugen, gesunken ist. 

Hohes Vertrauen

Als wichtigsten Grund für den Kauf von Schweizer sprodukten nennen 22 % die Unterstützung der Schweizer Bauern, gefolgt von der Überzeugung der hohen Qualität und der Ökologie/Umweltschutz/Bio/Nachhaltigkeit mit je 13 %. Weitere wichtige Kriterien sind kurze Transportwege und regionale Produktion mit 12 % respektive 11 % Zustimmung.

Auch das Vertrauen der Befragten in die Schweizer ist auf einem hohen Niveau stabil.  78 Prozent der Befragten gaben an, Schweizer sprodukten eher zu vertrauen als solchen aus dem Ausland.  Die Topantworten zugunsten der Schweizer Produkte lauten: «Höherer Standard/Höhere Anforderungen/Bessere Produkte», «Strengere/bessere Vorschriften/Kontrollen/Gesetze» und «Vertrauen in Produkte und Produzenten».

Eigenschaften der Schweizer

Gefragt, welche Eigenschaften auf die Schweizer zutreffen, geben 92 % (Trifft völlig zu / Trifft eher zu) der Befragten an, dass die Schweizer vertrauenswürdig sei, 89 % beschreiben sie als konsumentennah, 86 % stufen die Schweizer als umweltgerecht ein, 84 % nehmen sie als zeitgemäss war, 78 % attestieren ihr Unternehmertum zu und 60 % sind der Meinung, die Schweizer ist konkurrenzfähig.

Regio wichtiger als Bio

In den vergangenen Jahren hat der Verkauf von Bioprodukten zugenommen. Auch Regio-Produkte stehen hoch in der Gunst der Konsumenten, wie die Umfrage des BLW zeigt. Regio ist gar wichtiger als Bio. Befragt nach der Einkaufspriorität (Preis, regionale Herkunft und Bio-Qualität), wird ersichtlich, dass mit 48% zu 19% Zustimmung die regionale Herkunft vor dem Preis liegt, der Entscheid zwischen Preis und Bio-Qualität mit 31% zu 30% ausgeglichen ist, und 1 % zu 46% die regionale Herkunft wichtiger ist als die Bio-Qualität.

Seit 2019 hat das Kriterium regionale Herkunft deutlich an Bedeutung gewonnen. «Regionale Produkte, im Idealfall nach Bio-Richtlinien,  werden bevorzugt. Zwischen regionaler Herkunft und Bio-Qualität findet aber keine Kannibalisierung», lautet das Fazit der Studie.

Ein Drittel hat Einkaufsverhalten geändert

Verändert hat sich gemäss Umfrage wegen der Covid-19-Pandemie auch das Einkaufsverhalten. Im vergangenen Jahr haben Hofläden neue Rekorde erzielt. Dies zeigt sich auch in der Umfrage des BLW. 33 % der Befragten gaben an, ihr Einkaufsverhalten angepasst zu haben.

Befragte, welche ein verändertes Verhalten angeben, sagen, dass nachfolgende Aspekte seit der Corona-Pandemie wichtiger geworden sind: vermehrt lokaler Einkauf (18 %), gesündere Produkte verwenden (10 %), Wahl von Schweizer Produkten (6 %), anderes Vorratsverhalten (6 %) und eher/vermehrt Bio (4 %).

Supermärkte mit Abstand wichtigster Absatzkanal

Doch die Detailhändler bleiben mit Abstand der wichtigste Absatzkanal. 80 Prozent kaufen weiterhin in den Supermärkten ein. An zweiter Stelle folgt mit 16 % der direkte Einkauf beim Produzenten mittels Besuche im Hofladen, auf Wochenmärkten und bei anderen Direktvermarktungsangeboten. Eine untergeordnete Rolle bei Lebensmittel spielt der Onlinehandel. Gemäss Umfrage kaufen nur von 3 % der Befragten so ein. 

Gemäss der Umfrage werden 14 % der Befragten ihr verändertes Einkaufsverhalten bei Lebensmitteln auch nach der Corona-Pandemie weiterführen. Bezogen auf den veränderten Einkaufsort sagen knapp ein Viertel der Befragten (23 %), dass sie am neuen Einkaufsort festhalten werden

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Quelle: schweizerbauer.ch