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Unbekannte schliessen Öffnungen – 80’000 Bienen tot

  • Zehntausende Bienen sind danach erstickt. – flickr/Global 2000

In Reiden LU haben Unbekannte bei einem Bienenhaus die Luftzufuhr geschlossen. Zehntausende Bienen fanden den Tod. Für Heinz Schneeberger ist das ein harter Schlag.

Für den Luzerner ist die Imkerei eine grosse Passion. Er besitzt insgesamt 40 Völker. Als er bei einem Kontrollgang die mutwillig geschlossenen Fluglochöffnungen bei seinem Bienenhaus am Waldrand im Reidermoos entdeckte, rechnete er bereits mit dem Schlimmsten.

10 Völker tot

«Die Luftzufuhr für die Bienen war nicht mehr gewährleistet», sagte Schneeberger zum «Zofinger Tagblatt». Dies ist aber sehr wichtig. «Denn die Königin und die Bienen bilden eine Art Traube, um sich warm zu halten. Im Innern kann bis zu 35 Grad warm werden», so Schneeberger. Wird die Luftzirkulation unterbrochen, hat das fatale Auswirkungen.

Im Haus waren 16 Bienenvölker untergebracht. Ein Volk zählt im Winter gemäss Schneeberger rund 8’000 Bienen. Insgesamt zehn Völker fanden den Tod. Rund  80’000 Tiere musste der mit einer Schaufel einsammeln.

Schaden von 4000 Franken

Er kann sich die Tat nicht erklären. Feinde habe er keine. Die Metallschieber lassen sich mit viel Kraft oder einem Schraubenzieher lösen. Sämtliche Öffnungen waren geschlossen. Schneeberger spricht nicht von Vandalismus, sondern von einer fiesen Tat. ««Ich kann mir vorstellen, dass es ein dummer Scherz von Leuten war, die nicht wussten, was sie damit anrichten können», sagt der zu «20 Minuten».

Rachegefühle hat er keine. Ihm tun die Tiere leid. Diese hätten einen qualvollen Tod erlitten. Den finanziellen Schaden beziffert Schneeberger gegenüber dem «Zofinger Tagblatt» auf rund 4000 Franken. Wie es mit restlichen 6 Völker des Bienenhauses weitergeht, ist noch unklar. «Ich muss mir nun die Gedanken machen, ob ich die fehlenden Völker kaufe oder meine anderen Völker zusammenführe, um so eigene Bienen zu züchten», sagt er zu «20 Minuten».

Schneeberger hat nach anfänglichem Zögern bei der Polizei Anzeige erstattet.

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Quelle: schweizerbauer.ch