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Umfrage: Raus- oder Weidebeitrag?

  • Das BLW spricht beim Wechsel von der 25%-TS-Regelung zur 4-Aren-Regelung von einer Lockerung. – Adrian Haldimann

Als Alternative zum Raus-Beitrag wird für das Rindvieh ab 2023 der Weidebeitrag eingeführt. Doch auch beim Raus-Programm gibt es andere Regeln. Wir wollen von Euch wissen: Meldet Ihr Euch für eines der beiden Programme an? Oder lässt Ihr es bleiben? Abstimmen und mitdiskutieren

26 Weidetage pro Monat von Mai bis Oktober und 13 Ausläufe von November bis April. Zudem die Anforderung, an jedem Weidetag 25% der Tagesration mit Trockensubstanz (TS) auf der Weide zu decken: Das waren die bisherigen Anforderungen des Programms regelmässiger Auslauf im Freien (Raus).

«Für grössere Betriebe»

Ab 2023 fällt beim Raus jedoch die 25%-TS-Regelung weg. Neu muss dafür Tieren der Rindergattung und Wasserbüffeln jederzeit eine Fläche von vier Aren pro Grossvieheinheit (GVE) zur Verfügung stehen. Wie das Bundesamt für schaft (BLW) auf Anfrage gegenüber «Schweizer Bauer» mitteilt, muss diese Anforderung von Mai bis Oktober an jedem Weidetag eingehalten werden. Bei diesem Wechsel von der 25%-TS-Regelung auf die 4-Aren-Regelung handle es sich um eine langjährige Forderung der Branche, um auch grössere Rindviehbetriebe mit begrenzten stallnahen Weideflächen für die Weidehaltung zu motivieren.

Die Anforderungen an den Weidebeitrag sind höher als die RAUS-Anforderungen mit einer höheren Anzahl von Auslauftagen im Winter und einer höheren minimalen Futteraufnahme auf der Weide.
Agridea

Das BLW spricht von einer Lockerung der Bestimmungen. Deshalb erwarte man bei den meisten bestehenden Raus-Betrieben keine Probleme. Tatsächlich ist es so, dass mit 4 Aren Weidefläche pro GVE nicht eine 25%-TS-Ration erreicht werden kann. Wie Matthias Schick vom Strickhof ZH vor einem Jahr gegenüber dieser Zeitung sagte, müsse, um diese 25%-Futterquote zu erreichen, als Faustregel bei durchschnittlichen Milchleistungen in der Tal- und Hügelzone eine Mindestfläche von 8 Aren pro GVE eingezäunt sein. Das BLW spricht von einer Lockerung. Auf den Betrieben ist diese 4-Aren-Regelung aber einfacher kontrollierbar als die bisherige 25%-TS-Regelung.

70% TS bei Weidebeitrag

Als Alternative zum Raus-Programm wird für das Rindvieh ein neuer Beitrag zur Förderung des Tierwohls mit der Bezeichnung «besonders hoher Auslauf- und Weideanteil» oder kurz «Weidebeitrag» eingeführt. Die Weidefläche, die Rinder und Wasserbüffeln von Mai bis Oktober an 26 Weidetagen zur Verfügung steht, muss an jedem Weidetag mindestens 70% der Tagesration an Trockensubstanz decken. Ausgenommen hiervon sind bis zu 160 Tage alte Kälber. Auch beim Weidebeitrag muss wie beim RAUS-Beitrag ein Auslaufjournal geführt werden. Die Teilnahme am Programm «Weidebeitrag» ist freiwillig. 

Die Beiträge für Raus und für den Weidebeitrag sind für dieselbe Rindviehkategorie nicht kumulierbar.
Agridea

Der Beitrag, der jährlich pro GVE für Rinder und Wasserbüffel bezahlt wird, beläuft sich auf 350 Franken pro GVE für Tiere, die älter als 160 Tage sind, und 530 Franken pro GVE für Tiere bis zu 160 Tagen. Für Raus gibt es 190 Franken und 370 Franken für Tiere bis 160 Tage.

Der kann nicht gleichzeitig Raus und Weidebeitrag für dieselbe Kategorie anmelden. Der Weidebeitrag kann für jede der im Betrieb vorhandenen Rindviehkategorien beantragt werden. Er wird unter der Voraussetzung ausbezahlt, dass alle auf dem Betrieb vorhandenen Rindviehkategorien mindestens im RAUS-Programm angemeldet sind. Die Anmeldung ist erstmalig im Jahr 2022 für das Jahr 2023 möglich. Das Gesuch für muss gemäss den Vorgaben des kantonalen schaftsamts eingereicht werden.

-> Hier könnt Ihr das Merkblatt von Agridea downloaden

Wie sieht es auf Euren Betrieb aus? Nehmt Ihr an einem der beiden Programme teil? Oder lässt er Ihr es bleiben? Und was denkt Ihr über den neuen Weidebeitrag? Stimmt ab und diskutiert mit

Umfrage: Raus- oder Weidebeitrag

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  • Als Alternative zum Raus-Beitrag wird für das Rindvieh ab 2023 der Weidebeitrag eingeführt. Der meldet seine Rinder entweder für Raus oder für den Weidebeitrag an.

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Quelle: schweizerbauer.ch