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Temperaturrekorde purzeln reihenweise

  • Über den Jahreswechsel war es aussergewöhnlich mild. – RitaE

Das Silvester- und Neujahrswetter hat an Dutzenden Messstationen in der neue Temperaturrekorde für diese Jahreszeit beschert. Am 31. Dezember galt dies für 34 der rund 100 offiziellen Wetterstationen, an Neujahr sogar für 36 Stationen.

Wie schon an Silvester waren es gemäss Mitteilung von SRF Meteo vom Samstag meist Bergstationen oder Stationen in höher gelegenen Gemeinden, die sich in einer Hanglage befinden.

Nullgradgrenze auf über 3700 Meter

Die Nullgradgrenze lag laut Meteo um 1 Uhr morgens zum Beispiel über Payerne VD auf 3764 Metern. Das ist der zweithöchste je im Januar gemessene Wert.

In Poschiavo/Robbia auf 1078 Metern über Meer wurden am Neujahrsnachmittag 19,2 Grad gemessen. Dies ist für diese Station ein neuer Januarrekord. Der bisherige Höchstwert (17,9 Grad) stammte vom 10. Januar 2015. Bis jetzt sei an Neujahr erst einmal ein höherer Wert gemessen worden in der , twitterte SRF Meteo. 1917 gab es in Lugano einmal 20,6 Grad.

Brühwarme Luft aus Florida

Sechs weitere Messstationen meldeten am Neujahrstag lokale Januarrekorde. Auf der Cimetta oberhalb von Locarno TI war es 16,6 Grad warm (alter Rekord: 13,9 Grad), in La Frétaz VD im Jura 14,8 Grad , auf dem Chasseral/BE 13,5 Grad (11,8 Grad), in Evolène VS 12,8 Grad (12,6 Grad), auf dem Moléson/FR 12,3 Grad (11,4 Grad) und auf dem Gütsch/GR 8,6 Grad.

Über 15 Grad warm war es laut Angaben des Wetterdienstes Meteonews auch in Comprovasco TI (17,1 Grad), in Biasca TI (16,5 Grad), in Pleigne JU, (16,8 Grad), in Saignelégier JU (15,3 Grad) oder Simplon Dorf VS (15,2 Grad).

Grund für die Rekordwerte war brühwarme Luft aus Florida. Die Luftpakete, die aktuell auf knapp 6000 Metern über den Alpen liegen, befanden sich über Weihnachten noch im US-Bundesstaat.

Am Sonntag ist es ausserhalb des Nebels sonnig und bis 12 Grad warm. Im Tagesverlauf nimmt der Westwind deutlich zu und führt zunehmend Wolkenfelder aus Nordwesten in die . Auch am Montag bleibt es in der noch mild. Es ist wechselnd bis stark bewölkt und zeitweise fällt etwas Niederschlag. Anschliessend stellt sich die Wetterlage um. 

Es wird wieder kälter

In der Nacht auf Dienstag und am Dienstagvormittag zieht ein Sturmtief über Deutschland. Auf der Alpennordseite sind in exponierten Lagen Sturmböen zu erwarten. Das Tief führt feuchte Luft vom Atlantik, gefolgt von einer aktiven Kaltfront zu der Alpennordseite. Es fällt den ganzen Tag über anhaltend und teils ergiebiger Niederschlag. Die Schneefallgrenze liegt zuerst bei 2000 Metern, im Laufe des Tages fällt Schnee bist auf 900 Meter.

Am Mittwoch wird es deutlich kühler, im Flachland gibt es noch 2 Grad. Es ist wechselnd bis stark bewölkt und besonders am Alpennordhang gibt es einige Niederschläge. Schnee fällt bis in tiefe Lagen. Es kommt Bise auf. Am Donnerstag bleibt es wahrscheinlich meist sonnig. Ab Freitag dürfte sich wechselhaftes Wetter einstellen, einige Niederschläge sind wahrscheinlich.

-> Ausführliche Ortsprognosen gibt es hier

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Quelle: erbauer.ch