Anzeige
 

So war das Bienenjahr

  • Die Imker konnten sich in diesem Jahr über eine gute freuen. – Giorgio Macaluso
  • Es gibt Berichte, die über die positive Wirkung des flüssigen Goldes aussagen. – Giorgio Macaluso

Wie Imker das Jahr 2020 erlebten, welche positiven Wirkungen Bienenhonig hat und welche Aufgabe der Imker jetzt noch erledigen muss, lesen Sie in diesem Beitrag.

Es war kalt im Frühling 2020. Wir hatten uns gefreut auf einen schönen, blütenreichen Frühling und einen warmen Sommer. Alles war vorbereitet und doch kam in diesem Jahr manches anders.
Was war anders während dem Shutdown?

Honig ist sehr gefragt

Fast alles, was wir sonst gerne gemacht haben und uns gewohnt waren. Ich durfte aber zu meinen Bienen gehen und ihnen die nötige Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient haben. Viele Menschen mussten zuhause bleiben und Abstand halten. Wenn ich am Imkern bin, halten die Leute jeweils Abstand zu mir, somit war ich beim Imkern gut geschützt vor dem Coronavirus. Das Bienenjahr hat sich gut entwickelt. Die Bienen haben gut eingetragen und ich freute mich, wie viele andere Imker auch, über eine gute . Rückblickend auf das Jahr, ist mir aufgefallen, dass das natürliche Produkt Bienenhonig sehr gefragt ist. Viele Leute haben sich besonders auf das Natürliche, Regionale und Saisonale konzentriert. Dies sind die positiven Seiten von diesem Corona Jahr. Bauern, Imker und weitere Berufsgruppen, die teilweise in den vergangenen Jahren nicht die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie verdient hätten, wurden plötzlich wertgeschätzt. Ich hoffe, dass diese Wertschätzung in der Bevölkerung bleibt.

Mit Oxal töten

Meine Arbeiten mit Hegen und Pflegen, habe ich fast abgeschlossen, bis auf die Winterbehandlung. Für diese müssen die Bienen in der Winterruhe und die Waben brutfrei sein. Diese Behandlung ist nötig und wichtig, besonders weil mit dieser Oxalbehandlung bis 98% der Varoa abgetötet werden können. Oxal ist ein Stoff, der auch in dem Rhabarber vorkommt. Dieser wird verdampft oder geträufelt aufgelöst in einem Zuckersirup. Ich verdampfe diesen, weil ich den Bienenkasten nicht mehr öffnen will. Das Volk kann so im nächsten Jahr dann wieder gesund und mit einer kleinen Belastung von Varoa starten. Leider gibt es noch keine bessere Behandlung, die wirkt und rückstandfrei einzusetzen ist.

Wirkung des flüssigen Goldes

Corona – ja wir können es kaum mehr hören. Als Imker mache ich mir auch Gedanken um die Gesundheit und den Einsatz von Honig. Schon in alten Büchern steht geschrieben, dass Honig gesund ist. Wissenschaftlich gesehen ist es eigentlich ein flüssiger Zucker mit Spuren von Vitaminen und Spurenelementen. Haben sie sich früher getäuscht? Ist es nicht möglich, dass wir einfach, wenigstens aus Ernährungssicht, Zucker essen könnten? Verkaufe ich ein Produkt, das nichts nützt oder evtl. sogar schädlich ist für Zähne und Gesundheit? Fragen die ich mir stellen muss. Wenn man jedoch recherchiert, finden sich massenhaft Berichte über die positive Wirkung des flüssigen Goldes. Es gibt nachweislich Berichte, bei dem Honig eine sehr grosse Wirkung auch in der Wundheilung hat. Honig wird sogar in Medizinischen Einrichtungen eingesetzt. Wenn ich mir die Bienen nun ansehe, bei Temperaturen, welche teilweise in der Nacht unter den Gefrierpunkt sinken und ich weiss, dass die Bienenkönig in der «Traube» immer 35 Grad hat, so muss doch mehr als nur Zucker im Honig sein. Denn ausser Pollen und Honig haben die Bienen sonst nichts, was sie für die Monate im kalten Winter gesund und vital bleiben lässt. Somit muss doch noch etwas anderes ausser Energie im Honig sein.

Warme Milch mit Honig

In einem Bericht in der Bienen Zeitung vom 12.2020 wird über die antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Honig hingewiesen. Lange wurde vor allem dem Manuka Honig aus Neuseeland in diesem Zusammenhang Aufmerksamkeit geschenkt. Mittlerweile haben Untersuchungen mit Schweizer Honig gezeigt, dass diese durchaus auch antibakterielle Eigenschaften aufweisen. Die für das Immunsystem stärkende Wirkung des Honigs detailliert zu beschreiben obliegt mir nicht, aber dass er uns hilft, gut durch diesen Winter zu kommen, da bin ich mir sicher.

Es ist schade, wenn unsere Schweizer Produkte, sei es Dinkel, Rübenzucker oder Honig usw. den ausländischen Produkten hintenangestellt werden. Wieso Produkte aus dem Ausland mit grossem Transport- und Energieaufwand importieren, wenn wir hier in der Schweiz selbst gute Produkte herstellen? Eine höhere Sicherheit in Bezug auf Herstellung und Verarbeitung ist sicher und zusätzlich geschieht die Wertschöpfung hier zu Lande.

Zurück zum Honig und dem Coronavirus: Ich vertraue dem Bundesamt für Gesundheit betreffend den Corona Massnahmen, trotzdem möchte ich einen zusätzlichen Teil leisten, in dem ich mein Immunsystem stärke und warum nicht mit einem feinen Löffel Honig? (Wenn nur alle Medizin so fein wäre) Ich liebe den Blütenhonig mit Butter auf einem feinen Dinkelbrot und mit dem Wissen, dass ich im Sommer in meiner direkten Nachbarschaft schöne Felder gesehen habe mit Schildern, auf denen auf dieses feine Korn hingewiesen wurde. Dann noch eine warme Milch mit einem Löffel Honig.

Warum nicht am nächsten Sonntag auf dem feinen Butterzopf einen schönen Löffel Honig auftragen?

The post So war das Bienenjahr appeared first on Schweizer Bauer.

ganzen Artikel lesen ▸

Quelle: schweizerbauer.ch