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Sie hat sich raffiniert zum Sieg gekocht

  • Sonja Vogt-Meyer gewinnt die Landfrauenküche 2021. – Ueli Christoffel

Sonja Vogt-Meyer aus Scherz im Kanton Aargau ist die Siegerin der 15. Staffel der «SRF bi de Lüt»-Sendung Landfrauenküche. Gut organisiert kochte sie sich mit einem raffinierten Menu zum Sieg.

Nein, mit dem Sieg habe sie nicht gerechnet, erklärt Sonja Vogt-Meyer aus Scherz AG. «Ich wollte meine Sache einfach gut machen und so kochen, dass ich dahinterstehen konnte.» Das war vielleicht genau das Geheimrezept zu ihrem Sieg bei der 15. Staffel «SRF bi de Lüt» Landfrauenküche. Vermutlich spielten aber auch noch weitere Komponenten eine wichtige Rolle.

Strukturiert

Denn Sonja Vogt-Meyer kocht nicht nur leidenschaftlich gerne, sondern sie tut das auch mit Köpfchen. «Als Lehrerin für Wirtschaft, Arbeit und Haushalt, früher hiess das Hauswirtschaftslehrerin, bin ich es gewohnt, strukturiert zu arbeiten. Ich muss die Lektionen mit einem genauen Zeitplan vorbereiten, damit alles klappt und ich genügend Zeit habe, die Schülerinnen und Schüler beim Kochen zu betreuen.»

Diese strukturierte Herangehensweise habe sie auch für die Sendung angewendet. «So war ich erstaunlicherweise am Samstag, an dem das Essen stattfand, sehr ruhig. Ich wusste, dass ich mich gut vorbereitet habe. Das gab mir Sicherheit.»

Ein harmonisches Team

Eine weitere Zutat zum Sieg von Sonja Vogt-Meyer war wohl auch die grosse Unterstützung ihres Ehemannes Daniel. «Mein Mann hat mich zu 150 Prozent unterstützt, hat mir alle Steine aus dem Weg geräumt und den Rücken freigehalten, damit ich mich vollkommen diesem Projekt widmen kann», betont Sonja Vogt-Meyer.

Dass die beiden ein gut eingespieltes und sehr harmonisches Team sind, konnte man auch in der Sendung sehen, als sie zusammen Brot buken und Daniel Vogt-Meyer den anderen Kandidatinnen stolz und mit viel Charme das Essen seiner Frau servierte.

Wie im Sternerestaurant

Doch es waren nicht nur Organisation und ein charmanter Ehemann, mit denen Sonja Vogt-Meyer punktete. Denn in erster Linie geht es ja bei der Sendung ums Kochen und Essen. Der Landfrau gelang es, aus saisonalen und regionalen Zutaten – zu einem grossen Teil vom eigenen Hof – ein Essen zuzubereiten, das durchaus auch aus der Küche eines Sternerestaurants stammen könnte. «Dieser Punkt hat mich an der Teilnahme bei der Landfrauenküche besonders gereizt. Ich habe versucht zu zeigen, dass die Küche vom Land auch raffiniert sein kann», erklärt die Köchin.

Zur Vorspeise kochte sie den anderen Kandidatinnen eine Süssmaissuppe mit pikanten Federkohlchips und Kräuterstreuseln. Beim Hauptgang mischte Sonja Vogt-Meyer süsse und salzige Komponenten, indem sie zu den Schweinsfilet-Médaillons mit Polenta süsse Ofentrauben und karamellisierte Quittenschnitze servierte. Abgerundet wurde ihr Menu von einem sogenannten «Trübeli-Trio» aus Johannisbeeren, das aus Cassisglace, einem Schokoladenkuchen mit Johannisbeeren und hausgemachten Meringues auf einem Johannisbeerenspiegel bestand.

Elegante Dekoration

Eine weitere besondere Zutat ihres Landfrauenessens sei wohl die Dekoration des Raumes gewesen, in dem die Frauen gegessen hätten, vermutet Sonja Vogt-Meyer. «Mir war es wichtig, dass der Raum elegant aussieht. Ich habe im Vorfeld viel Zeit in die Deko investiert.» So habe sie zum Beispiel stundenlang Kränze aus Heu gebunden. Trotzdem sei sie dann sehr erstaunt gewesen, als die Moderatorin Nicole Berchtold während der Finalsendung verkündete, dass sie gewonnen habe.

Irgendwie habe der während den verschiedenen Essen gar nicht so eine grosse Rolle gespielt. «Wir Landfrauen hatten es sehr schön untereinander. Wir haben viel gelacht, konnten aber auch sehr tiefe Gespräche miteinander führen. Das habe ich sehr geschätzt.»

Das Geheimnis bewahrt

Nach der Finalsendung, bei der neben Sonja Vogt-Meyer auch noch Erika Arnold Fässler aus Seedorf UR als Dritte und Heidi Lutstorf aus Utzenstorf BE als Zweitplatzierte den Sieg im kleinen Kreis miteinander feiern konnten, freut sich die Siegerin, nun auch ihrer weiteren Familie und ihren Freunden davon berichten zu können. «Ausser meinem Mann, meinen Kindern und meiner Schwägerin, die mit mir gekocht hat, habe ich bis nach der Ausstrahlung vom Finale niemandem gesagt, dass ich gewonnen habe.»

Bereits werden wieder Kandidatinnen für die 16. Staffel der Landfrauenküche gesucht. Weitere Infos dazu unter: www.srf.ch/landfrauenkueche

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Quelle: schweizerbauer.ch