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Schweinepest: Luzern soll handeln

  • Die Weltorganisation für Tiergesundheit geht davon aus, dass ein Viertel der Schweine weltweit an der hochansteckenden Afrikanischen Schweinepest sterben könnte – Agrarfoto

-Kantonsrat Martin Birrer verlangt von der Luzerner Regierung, dass Tierhalter umfassend über das Vorgehen bei einer Ausbrechung der Afrikanische Schweinepest informiert werden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist auf dem Weg in Richtung Westen. Die Krankheit, die sich seit Langem in gewissen afrikanischen Ländern sowie in Sardinien verbreitet, trat 2007 in Georgien, anschliessend in und Osteuropa auf. Im Herbst 2021 wurden ebenfalls in Deutschland verschiedene ASP-Fälle nachgewiesen. Das Bundesamt für (BLV) liess verlauten, dass daher das Risiko einer Einschleppung der ASP in die Schweiz sehr hoch sei.

Die Weltorganisation für Tiergesundheit geht davon aus, dass ein Viertel der Schweine weltweit an der hochansteckenden Afrikanischen Schweinepest sterben könnte. Die für den Menschen ungefährliche Viruserkrankung führt bei infizierten Schweinen und Wildschweinen fast immer zum Tod.

Krisenübung durchgeführt

Anfang November fand vorsorglich eine gesamtschweizerische Übung statt, welche die Effizienz einer Seuchenbekämpfung überprüfen sollte. Dazu wurde die Verbreitung der Schweinepest in verschiedenen Schweinebetrieben und Waldgebieten simuliert. Eine Arbeitsgruppe evaluiere die Rollen der Verantwortlichen, die Arbeitsprozesse und die Kommunikation zwischen den kantonalen Veterinärbehörden und dem BLV. Ausserdem wurde der Ablauf von den Probeentnahmen bis zum Übermitteln der Laborresultate beurteilt. Das Fazit: Die Zusammenarbeit der beteiligten Kantone, Bundesämter und Branchenverbände funktionierte, und eine neue Datenplattform ermögliche eine effiziente Seuchenbekämpfung.

Kanton soll informieren

Luzerner -Kantonsrat Martin Birrer reicht dies aber nicht.  Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Infektionen in der Schweiz auftreten. Im Kanton Luzern gibt es eine grosse Anzahl von Schweinehaltern. Diese hätten zwar bereits Vorkehrungen getroffen und das Ausfüllen der sogenannten Suisag-Ampel habe vielen Landwirten eine gewisse Sicherheit gebracht. Es seien jedoch noch viele Fragen offen. Deshalb solle der Kanton Luzern schnell und umfassend über die Vorgehensweise bei einer ASP-Infektion informieren.

In einer dringlichen Anfrage wendet er sich an den Regierungsrat. Laut Birrer gilt es zu klären, wie die Schutzzonen um betroffene Betriebe und die darin geltenden Tierschutzmassnahmen umgesetzt werden können. Die Regierung solle aufzeigen, wo die Kompetenzen für die Anordnung von Futterlieferungen, Tiertransporten und Schlachtungen bei Infektionen liegen. Weiter möchte Birrer wissen, ob im Kanton Luzern Puffer und Quarantäneställe für den Notfall zur Verfügung stehen. Schliesslich soll auch geklärt werden, wer im Falle einer angeordneten Zwangsräumung die Kosten der Tierhalter, der Produzenten und der nachgelagerten Stufen sowie die Kosten der nicht betroffenen Betriebe in der Schutzzone übernimmt.

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Quelle: schweizerbauer.ch