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Schweinehalter wehren sich gegen Greenpeace

  • Wie die Umweltschutzorganisation erklärte, sind ihr im Mai und Juni 2020 elf Gülleproben von Betrieben aus dem Nordwesten Niedersachsens «zugespielt» worden. (Symbolbild) – zvg

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hat sich gegen Vorwürfe von Greenpeace verwehrt, wonach durch Gülletransporte resistente Keime und mit belasteter Gülle aus Regionen mit intensiver Tierhaltung in weit entfernte Gebiete gelangten. 

Wie die Umweltschutzorganisation erklärte, sind ihr im Mai und Juni 2020 elf Gülleproben von Betrieben aus dem Nordwesten Niedersachsens «zugespielt» worden. Alle Proben hätten rückstände enthalten. Ausserdem seien in sieben Proben resistente beziehungsweise multiresistente Keime festgestellt worden.

Gülletransporte nachverfolgt

Dabei seien 86 nachverfolgte Gülletransporte aus der Region über eine Distanz von im Durchschnitt etwa 220 km und häufig bis in andere Bundesländer gegangen. Laut Greenpeace-Landwirtschaftsreferent Dirk Zimmermann verbreiten die Transporte aus den Schweinemastanlagen Resistenzen gegen überlebenswichtige .

«Damit wächst die Gefahr, dass Infektionskrankheiten immer schwerer zu behandeln sind», kritisierte der Fachmann. Unterdessen forderte ISN-Geschäftsführer Torsten Staack die Umweltschützer zu einer offenen Diskussion auf. «Wir finden es schlicht feige, wenn man sich hinter der Aussage versteckt, die Proben seien zugespielt worden», so Staack.

stark gesunken

Das auf undurchsichtige Weise produzierte Datenmaterial sei wenig belastbar. Hier gehe es allein darum, ein Zerrbild von der Tierhaltung zu zeichnen. «Wir wollen das Thema keineswegs verharmlosen», betonte der ISN-Geschäftsführer. Seit Jahren bekenne sich die Branche zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit . Allerdings seien kranke Tiere nach dem Tierschutzgesetz entsprechend medizinisch zu behandeln.

Die Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und (BVL) zeigten indes, dass die Abgabemenge von in der Tiermedizin im Zeitraum 2009 bis 2019 um mehr als 60 % auf 670 t verringert worden sei, stellte Staack klar. 

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Quelle: schweizerbauer.ch