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Schweinebestand erstmals wieder gesunken

  • Die Fleischbestände lagen 28 Prozent unter der Vorjahresmenge. – Martina Müller

In den USA hat es eine Wende bei der Entwicklung der Schweinebestände gegeben. Erstmals seit Jahren haben die Farmer ihre Herden wieder abgestockt. 

Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden zum Stichtag 1. Dezember 2020 insgesamt 77,50 Millionen Schweine in den Vereinigten Staaten gehalten. Das waren 726’000 Stück oder 0,9 % weniger als zwölf Monate zuvor.

Mit Ausnahme der schwereren Mastschweine über 81 kg, die ein Bestandsplus von 1,2 % aufwiesen, waren bei allen anderen Tierkategorien Rückgänge zu verzeichnen.

Weniger Ferkel eingestallt

So nahm die Zahl der eingestallten Ferkel gegenüber Dezember 2019 um 1,4 % auf 21,74 Millionen Stück ab. Für die Läufer bis 54 kg wurde ein Minus von 1,8 % auf 20,26 Millionen ausgewiesen. Dies dürfte in den nächsten Monaten zu einem im Vorjahresvergleich geringeren Schlachtaufkommen führen.

Noch stärker schränkten die US-Farmer binnen Jahresfrist – relativ gesehen – die Zahl ihrer gehaltenen Sauen ein, nämlich um 195’000 oder 3,0 % auf knapp 6,28 Millionen Stück.

Durchschnittlich 11,05 Ferkel pro Wurf

Erstmals seit langer Zeit war auch bei den aufgezogenen Ferkeln je Wurf kein Zuwachs mehr zu beobachten; mit durchschnittlich 11,05 Tieren lag dieser Wert im Zeitraum von September bis November 2020 um 0,4 % unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau.

Dass sich am US-Schweinemarkt etwas ändert, war zuletzt auch an den deutlich gesunkenen Kühlhausbeständen abzulesen. Diese lagen Ende November mit 187’847 t Schweinefleisch um 28 % unter der entsprechenden Vorjahresmenge.

Exporte nach China

Die flotten Exporte nach China waren ein Grund für den Abbau der Lagerbestände. In einer Prognose von Mitte Dezember ging das USDA noch davon aus, dass die US-Schweinefleischerzeugung 2021 mit 12,93 Mio t das für dieses Jahr geschätzte Rekordniveau von 12,85 Mio t leicht übertreffen würde.

Allerdings basierte diese Vorhersage noch nicht auf den jetzt veröffentlichten Bestandszahlen. Klar scheint jetzt jedoch zu sein, dass sich die jahrelange Phase des starken Wachstums der US- 2021 nicht mehr fortsetzen wird.

Der Geschäftsführer des global agierenden Zuchtunternehmens Genesus, Jim Long, wies in einem Kommentar zu den Viehzählungsergebnissen darauf hin, dass das Ministerium in der jüngeren Vergangenheit die Produktionsschätzung bereits mehrfach nach unten korrigiert habe.

Er rechnet aufgrund des gesunkenen Sauenbestandes für 2021 mit einer rückläufigen US-

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Quelle: schweizerbauer.ch