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Resistenzgen gegen mehrere Schädlinge

  • Um das Fressverhalten der Blattläuse im Detail zu beobachten, wurde ein Faden, der mit Aufzeichnungsgeräten verbunden ist, auf den Rücken geklebt. (Hans Smid)

Forscher der niederländischen Universität Wageningen haben festgestellt, dass ein Resistenzgen der Ackerschmalwand gegen die Grüne Pfirsichblattlaus auch gegen andere Blattläuse und gegen Weisse Fliegen wirkt. Das ist erstaunlich, denn ein einzelnes Gen schützt meist nur gegen einen Schädling.

Das Resistenzgen der Ackerschmalwand wirkt also im Gegensatz zu den meisten solchen Genen gegen mehrere Schädlinge, wie die Universität Wageningen schreibt. Aber gegen alle Blattläuse und Weisse-Fliegen-Arten wirkt es dennoch nicht. So bleiben die Tabak-Weisse Fliege und die Senfblattlaus unbeeindruckt und fressen die Pflanze weiter. Die Senfblattlaus scheint das Gen umgehen zu können. Sie steckt ihre nadelartigen Mundwerkzeuge in die Pflanze, spuckt aber dann bis zu 20-mal aus, bevor sie tatsächlich zu fressen beginnt. Das deute darauf hin, dass das wiederholte Injizieren der Spucke mit speziellen Proteinen der Senfblattlaus helfe, die Resistenz zu umgehen, heisst es in der Mitteilung.

Die Forschung über natürliche Abwehrmechanismen soll dazu beitragen, den Insektizid-Verbrauch zu minimieren.  Es sei zu hoffen, dass weitere Forschungen den zugrundeliegenden Mechanismus aufdeckten und erforscht werde, wie dieses Gen genutzt werden könne, um die natürliche Widerstandsfähigkeit von Nutzpflanzen zu erhöhen, so die renommierte -Universität.

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Quelle: schweizerbauer.ch