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Preise am Weltmilchmarkt stabil

  • Das Vollmilchpulver ist das am umfangreichsten gehandelte Produkt der Auktion. – zvg

An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) haben bei der Auktion von Dienstag die Notierungen der meisten Erzeugnisse geringfügig zugelegt. Nur Buttermilchpulver verzeichnete ein deutliches Plus, während das Leitprodukt Vollmilchpulver leicht zur Schwäche neigte. 

Der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, blieb damit gegenüber dem vorhergehenden Event unverändert.

Butter leicht im Plus

Der GDT-Index ist ab Jahresbeginn 2021 stark gestiegen und erreichte Anfang März den höchsten Wert seit sieben Jahren. Von Mitte April bis Anfang August tendierte er wieder nach unten, seither verzeichnete er dreimal einen Anstieg.

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) erhöhte sich beim jüngsten GDT-Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 0,4% auf 5’984 USD/t (5’551 Fr.). Bei Butter ergab sich ein Anstieg um 0,4% auf 4’878 USD/t (4’525 Fr.), die Notierung für Buttermilchpulver konnte sogar um 9,7% auf 3’688 USD/t (3’421 Fr.) zulegen. Die Preise für Cheddar-Käse nahmen im Mittel um 0,7% auf 4’297 USD/t (3’986 Fr.) zu und jene für Laktose um 0,4% auf durchschnittlich 1’188 USD/t (1’102 Fr.).

Milchpulver-Notierungen tendieren unterschiedlich

Der Index für Magermilchpulver tendierte bei der jüngsten GDT-Auktion weiter nach oben, und zwar um 0,5% auf 3’315 USD/t (3’075 Fr.). Demgegenüber gab die Notierung für Vollmilchpulver – das am umfangreichsten gehandelte Produkt dieser Auktion – um 0,4% auf 3’749 USD/t (3’478 Fr.) nach. Der GDT-Index für Vollmilchpulver hatte seit Jahresbeginn 2021 stark zugelegt und im März ein Fünfjahreshoch verzeichnet. In den darauffolgenden Auktionen war der Index rückläufig, und im September tendierte er wieder nach oben.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 28’667 t verkauft, damit war die Menge deutlich grösser als bei der vorhergehenden Auktion (24’476 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter stieg leicht auf 179.

Analysten orten stabile Lage am

Die Analysten sehen das jüngste GDT-Auktionsergebnis als weiteres Signal für eine stabile Lage am internationalen . Dass die Notierung für Vollmilchpulver diesmal leicht nachgab, wird nicht überbewertet, immerhin liege der Kurs noch um 23% über dem Vorjahresniveau, wird betont.

Experten der australischen Westpac-Bank verweisen darauf, dass Neuseeland, der weltweit grösste Anbieter von Vollmilchpulver, seit Beginn der neuen Saison 2021/22 eine geringere Rohmilchanlieferung verzeichnet (von Juni bis August betrug das Minus 2,4%). Demnach dürfte der Molkereiriese Fonterra heuer einen höheren Erzeugerpreis an seine Lieferanten zahlen, so die Prognose. Dass der GDT-Index für Buttermilchpulver deutlich zulegen konnte, wird mit dem sehr geringen Angebot begründet.

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Quelle: schweizerbauer.ch