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Petitionäre wollen Gaucho abwenden

  • Die Viröse Vergilbung ist weltweit verbreitet und die wirtschaftlich bedeutendste Krankheit bei den Zuckerrüben. – SFZ

Während viele Zuckerrübenproduzenten für die Wiedereinführung der Gaucho-Beizung kämpfen, haben ein Imker, ein Arzt und ein eine Petition lanciert, um die Neuregistrierung von Gaucho zu stoppen. 

Bisher wurden mehr als 12’000 Unterschriften gesammelt. Dieses synthetische Pestizid sei vor allem für Insekten und Bienen extrem giftig, heisst es in einer Mitteilung.

Die Zuckerrübenerträge seien in diesem Jahr höher als im Schnitt der letzten fünf Jahre Es erscheine deshalb als «skandalös», dass die Zuckerlobby es wagt, die Wiedereinführung eines Giftes zu fordern, dessen hohe Toxizität nicht nur für Insekten, sondern auch für Wirbeltiere in mehr als 1200 wissenschaftlichen Studien dokumentiert ist, kritisieren die Petitionäre. 

Das neonicotinoidhaltige Gaucho ist seit Anfang 2019 verboten. Seither gibt es kein wirksames Mittel mehr gegen die von Blattläusen übertragene Viröse Vergilbung.

Die Viröse Vergilbung ist weltweit verbreitet und die wirtschaftlich bedeutendste Krankheit bei den Zuckerrüben. Das BYV (Beet Yellow Virus) genannte Virus wird von Blattläusen beim Saugen übertragen. In der Schweiz sei vor allem die grüne Blattlaus ein Problem, sagt Samuel Jenni von der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau. Dieser sei mit Nützlingen schwerer beizukommen als etwa der schwarzen Blattlaus. Weil der letzte Winter mild war, ermöglichte er den Blattläusen eine Lebendüberwinterung. Deshalb gab es die ersten Symptome für die Viröse Vergilbung in der Schweiz dieses Jahr bereits am 8. Juni im Chablais, so früh wie noch nie. In den westlichen Anbaugebieten dürften zwischen 80 und 90 Prozent der Felder befallen sein. Noch weniger verbreitet aber ebenfalls vorhanden ist das Virus östlich von Bern.

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Quelle: schweizerbauer.ch