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Pandemiejahr 2020 stark sichtbar bei Brot und Mehlkonsum

  • Bedingt durch die Pandemie verringerte sich die Mobilität der Bevölkerung und die Nachfrage nach Kleinbroten ging um 9 Prozent zurück, die Nachfrage nach Weissmehl nahm stark zu. – Vugar Ahmadov

Schweizerinnen und Schweizer haben 2021 über eine Milliarde Franken für Frischbrot ausgegeben. In den letzten vier Jahren stieg die Nachfrage laut einem neuen Marktbericht stetig an. 

Für sämtliche Brot- und Backwaren gaben Schweizer Haushalte sogar rund 2,4 Milliarden aus, wie aus dem am Dienstag publizierten Marktbericht Brot und des Bundesamt für (BLW) hervorgeht. Das entspreche rund acht Prozent des vom Schweizer Detailhandel erwirtschafteten Lebensmittelumsatzes.

Mit Abstand das stärkste Segment dieser Kategorien sind laut Marktbericht Frischbrote. Im letzten Jahr hätten Schweizer Haushalte über eine Milliarde Franken dafür ausgegeben. Fast ein Viertel dieser Ausgabe fielen auf Bio-Brote. Im Schnitt beträgt der Bio-Anteil bei Lebensmitteln 11 Prozent.

Absatzentwicklung im Schweizer Detailhandel von Mehl.
BLW

Wie die Marktanalysten weiter feststellten, hielt der Trend zu Spezialbroten wie Stangen- oder Vollkornbrote an. Dazu passt der ebenso steigende Absatz an Spezialmehl, etwa Dinkel- oder Zopfmehl. Hingegen sei der Weissmehl-Konsum nach dem grossen Anstieg in 2020 2021 wieder rückläufig gewesen, jedoch nicht bis auf das Niveau vor der Pandemie.

Auswirkungen von Krieg und Pandemie

Aus dem Marktbericht lassen sich auch Einflüsse der Corona-Pandemie herauslesen. Insbesondere mit dem zunehmenden Homeoffice seien Veränderungen im Nachfrageverhalten der Haushalte einhergegangen, heisst es im Bericht.

So stiegen etwa 2020, im ersten Pandemiejahr, die Nachfrage nach haltbaren Broten sowie nach Mehl. Im Gegenzug nahm 2020 die Nachfrage nach Kleinbroten – die häufig unterwegs konsumiert werden – stark ab.

Auf eine Prognose für die künftige Entwicklung verzichtete das BLW. Allerdings wird im Bericht darauf verwiesen, dass aufgrund des Krieges in der künftig mit höheren preisen zu rechnen sei. Zudem hätten in den letzten Wochen Logistik-, Energie- und Produktionskosten teils stark zugenommen.

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Quelle: schweizerbauer.ch