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Impfen: BAG-Chefin fordert Geduld

  • Anne Lévy ist Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) – Bund

Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit, fordert Geduld für die aktuell laufende grösste Impfaktion aller Zeiten. Vor logistischen Herausforderungen stünden der Bund und die Kantone. Die Zulassung eines weiteren Impfstoffs stehe unmittelbar bevor.

Das Impfen selber sei nicht so kompliziert, erklärte Lévy in der «Samstagsrundschau» von er Radio SRF. Es brauche keine spezielle Ausbildung, um Impfungen vorzunehmen und es gebe genügend Personen, die dies machen könnten. «Wir erwarten, dass in den Kantonen vom frühen Morgen bis zu späten Abend und am Wochenende durchgeimpft wird», sagte die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG)..

Risikogruppen Ende März geimpft

Jeder Tag früher, an dem geimpft werde, könne Leben retten. Bis im Sommer sollten in der alle, die dazu bereit seien, geimpft sein. Bereits Ende März sollen laut Lévy alle Risikogruppen geimpft sein.

Der Bund stelle den Kantonen mit einem elektronischen Anmeldetool und dem elektronischen Impfbüchlein zwei IT-Systeme zur Verfügung. Und es bestehe eine enge Zusammenarbeit mit den Kantonen.

Zulassung von Moderna-Impfstoff steht bevor

Sie könne die Ungeduld der Bevölkerung verstehen, aber es brauche jetzt Geduld, sagte Lévy. Alle Welt wolle den zugelassenen Impfstoff von Pfizer/Biontech. Die habe aber als erstes Land den Impfstoff offiziell zugelassen und habe auch als ersten Land in Kontinentaleuropa mit dem Impfen begonnen.

Mit Ausnahme Israels hätten alle Länder mit ähnlichen Engpässen zu kämpfen. «Niemand weiss, wie Israel zu diesen vielen Dosen gekommen ist», sagte Lévy. Es brauche jetzt Geduld: «Die ganze Welt will den gleichen Impfstoff.» Eine zweite Ladung von 230’000 Impfdosen ist, wie Lévy erklärte, inzwischen in der eingetroffen. Zudem werde in den nächsten Tagen die Zulassung des Impfstoffs von Moderna in der erwartet.

Bis im Sommer sollten in der alle, die dazu bereit seien, geimpft sein, sagt Lévy.
Tumisu

Diskussion um den R-Wert

Zur Diskussion um den R-Wert er gibt an, wie viele weitere Menschen eine angesteckte Person ansteckt – erklärte Lévy, dass seine Ermittlung extrem komplex sei. Er gebe kein aktuelles Bild wieder, da die Bevölkerung sich zu wenig testen lasse und es bei den Daten zu den Spitaleinlieferungen immer Verzögerungen gebe.

«Es gibt keine bessere Zahl, aber es ist nicht die einzige Zahl, auf die wir uns abstützen», sagte Lévy. Miteinbezogen bei allfälligen Massnahmen würden immer auch die Inzidenz, die Spital-Auslastungen und die Todesfälle.

Zahlen noch zu hoch

Laut Lévy stagnieren die Corona-Zahlen weiterhin auf einem zu hohen Niveau. Ziel sei weiter, alle zwei Wochen eine Halbierung zu erreichen. Das bestehende Virus und die Mutationen müssten zusammen bekämpft werden. Von den Mutationen aus Grossbritannien seien die meisten importiert, aber es gebe bereits Menschen, die sich in der damit infiziert hätten.

Die BAG-Direktorin zeigte sich zuversichtlich, mit der Impfung das in Griff zu bekommen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass dies bisher bei jeder Krankheit gelungen sei.

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Quelle: erbauer.ch