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Immer mehr Jäger in Deutschland

  • Ende März 2020 gab es  in der Bundesrepublik genau 397 414 Jägerinnen und Jäger; das waren rund 8 900 mehr als im Jahr zuvor. – pixapay

Die Jagd erfreut sich in Deutschland einer steigenden Beliebtheit. Das belegen aktuelle Zahlen, die der Deutsche Jagdverband kürzlich vorgelegt hat. 

Demnach gab es Ende März 2020 in der Bundesrepublik genau 397 414 Jägerinnen und Jäger; das waren rund 8 900 mehr als im Jahr zuvor und sogar 75 700 mehr als vor 30 Jahren. Die meisten Inhaber eines Jagdscheins, nämlich 92 074, wohnen dem DJV zufolge in Nordrhein-Westfalen.

Auf Platz zwei liege Niedersachsen mit etwa 60 000, gefolgt von Baden Württemberg mit 49 400. Bezogen auf die Einwohnerzahl biete sich allerdings ein anderes Bild, denn hier habe Schleswig-Holstein die Nase vorn. Dort lebten durchschnittlich 8,3 Jäger pro 1 000 Einwohner. Mecklenburg-Vorpommern folge mit einem Wert von 8,0. An dritter Stelle sei Niedersachsen mit einem Durchschnitt von 7,5 zu finden. Bundesweit betrachtet kommen dem DJV zufolge auf 1 000 Einwohner 4,7 Jäger; das sei europaweit gesehen eher ein Mittelfeldplatz. Spitzenreiter sei Norwegen mit einem Wert von 94,3.

Das Schlusslicht bilde Belgien mit einem Schnitt von 1,1. Laut der DJV-Statistik ist knapp ein Viertel aller Teilnehmer der Jägerausbildung in Deutschland Frauen, und das mit steigender Tendenz. Mittlerweile liege der Anteil der Jägerinnen an der Gesamtzahl der Jäger bei 7 %. Zudem sei festzustellen, dass die Jagd in der Bundesrepublik einen hohen Organisationsgrad aufweise. Rund 75 % aller Jägerinnen und Jäger seien Mitglied in Verbänden. Sie übten die Jagd zumeist ehrenamtlich aus. Die Aufgaben im Sinne der Allgemeinheit reichten vom Artenschutz über die Prävention von Tierseuchen und Wildschäden bis hin zur Hilfe bei Wildunfällen.  

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Quelle: schweizerbauer.ch