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Gletschereis abdecken ist wirksam, aber teuer

  • Unter den weissen Planen schmilzt rund 60% weniger Eis und Schnee als daneben. weit ist damit durch diese Technik jährlich bis zu 350.000 m3 Gletschereis vorerst erhalten geblieben. – Heidelbergerin

Textilplanen schützen in der jährlich 350’000 Kubikmeter Gletschereis. Doch wegen der hohen Kosten ist diese Massnahme finanziell nur für kleine Flächen angemessen, etwa in Skigebieten. Das haben er Glaziologen berechnet.

Weltweit schrumpfen durch den Klimawandel fast alle Gletscher immer schneller.

Erwärmung macht Gletscher zu schaffen

Besonders in den er Alpen macht die Erwärmung den Eismassen zu schaffen: So schmolz die Oberfläche des Grossen Aletschgletschers im Wallis seit der Jahrtausendwende um mehr als 5 Meter pro Jahr in den unteren Lagen. Das hat weitreichende Folgen für den Wasserhaushalt und den Tourismus.

Um das Eis lokal zu schützen, werden in der inzwischen neun Gletscher teilweise mit Textilplanen überdeckt. Das schreibt ein Team der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), der ETH Zürich und der Uni Freiburg im Fachmagazin «Cold Regions and ». So halten Planen etwa den Gurschenfirn im Skigebiet Andermatt-Gemsstock UR die Piste schneesicher oder sie bewahren die künstliche Eisgrotte auf dem Rhonegletscher VS.

Effektive Methode

Nun haben die Forschenden berechnet, ob solche Massnahmen auf der Skala der durchführbar und welche Kosten damit verbunden wären, wie die WSL am Mittwoch mitteilte. Denn tatsächlich bedecken solche speziellen Textilien derzeit nur gerade 0,02 Prozent der gesamten Gletscherfläche der .

Das Fazit der Glaziologen: Grundsätzlich ist es eine wirksame Methode, denn unter den weissen Planen schmilzt rund 60 Prozent weniger Eis und Schnee als daneben.

Teures Unterfangen

Aber die Kosten sind schwindelerregend hoch. So koste es je nach Art der Abdeckung und deren Lage auf dem Gletscher zwischen 60 Rappen und 8 Franken jährlich, um 1 Kubikmeter Eis zu schützen. Demnach würde sich der Preis zum Schutz aller er Gletscher auf mehr als eine Milliarde Franken belaufen. Diese Symptom- statt Ursachenbekämpfung würde den Gletscherrückgang denn auch nicht stoppen, sondern bloss verlangsamen.

«Die einzige Möglichkeit, den globalen Rückgang der Gletscher wirksam zu begrenzen, ist die Verringerung der Treibhausgasemissionen und damit der Erwärmung der Atmosphäre», schlussfolgerte der Studienleiter und Glaziologe Matthias Huss.

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Quelle: erbauer.ch