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Gipfeli und Brot werden teurer

  • Bäckereien überwälzen die höheren Kosten für Rohstoffe und Energie. – Therese Krähenbühl

Die höheren Energie- und Rohstoffpreise schlagen sich im Ladenregal nieder. Die Bäckereien wollen im kommenden Jahr die steigenden Kosten auf die Kunden überwälzen. Dies berichtet die «Sonntagzeitung».

Die Ankündigung der Bäckereien und Konditoreien kommt nicht ganz überraschend. Bereits Anfang November kündigte der Dachverband erischer Müller (DSM) höhere Preise für Mehl an.

Schlechtere Ausbeute

Gemäss DSM ist die Mehlausbeute 2021 um rund zwei Prozent gesunken. Mühlen benötigen deshalb rund 3,5 Kilogramm Weizen mehr für 100 Kilogramm Mehl als in einem Normaljahr. Ausserdem muss dem Mehl wegen dem tieferen Feuchtgluten-Gehalt Trockengluten beigeben werden.

Wie der DSM der Nachrichtenagentur awp weiter sagte, sind aufgrund der geringen Menge und der Qualitätsmängel die Mühlen auf höhere Importe. Auch die Qualität müssen sie mit hochwertigem Importgetreide anheben. «Die Preise für Brotgetreide haben indessen sowohl im Inland wegen der geringen als auch im Ausland in den vergangenen Wochen stark angezogen», so die Müller weiter.

Mehl 10 bis 12 Prozent teurer

Zudem machen die Müller steigende Kosten geltend. Dies könne nicht mit einem Margenverzicht oder durch Effizienzsteigerungen aufgefangen werden, so der DSM. Insgesamt rechnet die Branche mit einem Anstieg der Mehlpreise um zehn bis zwölf Prozent.

Dass die höheren Mehlpreise weitergereicht werden, signalisierte der erische Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) ebenfalls Anfang November. Die Betriebe hätten insgesamt einen Kostenanstieg zwischen fünf und 15 Prozent verzeichnet, sagte SBC-Vizedirektorin Claudia Vernocchi.

Kosten bis 15 Prozent gestiegen

Wie die «Sonntagszeitung» in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, empfiehlt der SBC seinen Mitgliedern eine Preiserhöhung. Die Kosten der gewerblichen Betriebe würden ungebremst in die Höhe schnellen. Gemäss Bericht verzeichneten die Ausgaben für Rohstoffe, Verpackung, Kredit- und Debitkartengebühren einen Anstieg von bis zu 15 Prozent. Gemäss Verband wurden Butter, Milch und Energie teurer. Der SBC empfiehlt seinen Mitgliedern deshalb, «wenn nötig» eine Anpassung vorzunehmen. Preiserhöhungen drängten sich auf dem «ganzen Produktesortiment» auf.

Einige Bäckereien haben ihre Preise bereits 2021 nach oben angepasst, andere wollen dies 2022 nachholen. Die Bäckerei Reinhard, die in der Region Bern sieben Bäckereien betreibt, will je nach Produkt zwischen 5 und 10 Prozent aufschlagen. Die Steiner Beck aus Wetzikon ZH hat in ihren 27 Läden bereits 2021 eine Erhöhung von 10 Prozent vorgenommen, 2022 sollen die Preise um weitere 5 Prozent steigen. Auch die beiden Grossverteiler Migros und Coop schliessen eine Preisanpassung gegen oben nicht aus.

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Quelle: erbauer.ch