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Freibergerverband: Neuer Präsi und eine Abwahl

  • Nationalrat Albert Rösti (SVP, BE) ist neuer Präsident des nationalen Freibergerverbandes. – zvg
  • Chantal Juillard-Pape wurde von den Delegierten abgewählt. – Rolf Bleisch

Die Delegierten des Schweizerischen Freibergerverbandes (SFV) haben in Saignelégier JU den SVP-Nationalrat Albert Rösti zum neuen Präsidenten gewählt. Anschliessend kam es zu einer knappen Abwahl im Vorstand.

Erstmals fand die Delegiertenversammlung in der Festhalle des Marché Concours, da aufgrund der Einschränkungen der Covid-19-Pandemie am traditionellen Austragungsort am Wallierhof SO nicht genügend Platz vorhanden war.

Rösti durch Akklamation gewählt

Gemäss Mitteilung waren die Traktanden 1 bis 9 unumstritten. Anschliessend folgte die Wahl eines neuen Präsidenten. Im vergangenen Oktober gab Jean-Paul Gschwind seinen Rücktritt nach vier Jahren an der Spitze des SFV bekannt. Der CVP-Nationalrat aus dem Kanton Jura hat sein Amt am 15. April 2021 definitiv niedergelegt.

Albert Rösti trat als einziger Kandidat zur Wahl an. Der Berner wurde laut Mitteilung unter grossem Applaus in sein Amt gewählt. Ebenfalls durch Akklamation in den Vorstand gewählt wurden Roland Stadelmann aus Wiggen LU. Er folgt auf Urs Limacher aus Hellbühl LU, der zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Vizepräsidentin muss gehen

Bei der Erneuerungswahlen der übrigen Vorstandsmitglieder gab es jedoch eine Planänderung. Eine Zuchtgenossenschaft hatte bei der Wahlerneuerung der drei Vorstandsmitglieder eine geheime Abstimmung verlangt und wurde dabei von dem nötigen Viertel der Stimmenden unterstützt. Hans Bielmann aus St. Silvester FR und Christoph Haefeli aus Matzendorf SO, wurden beide für die nächsten vier Jahre mit einer grossen Mehrheit der eingereichten geheimen Wahlzettel als Vorstandsmitglieder bestätigt.

Für Vizepräsidentin Chantal Juillard-Pape aus Damvant JU hatte die Abstimmung jedoch Folgen. Sie wurde wegen einer fehlenden Stimme nicht in ihrem Amt bestätigt. «Unsere Vizepräsidentin nahm die Niederlage zur Kenntnis und schied mit Würde aus der Führung des SFV aus. Wir danken ihr hiermit für die geleistete Arbeit während der vergangenen acht Jahre im Vorstand», schreibt der Verband zur Abwahl. Bei der nächsten DV im kommenden Frühjahr soll die Nachfolge von Juillard-Page geregelt werden.

Kontroverse um Hengst

Anfang 2020 verliess der Fuchshengst Cartoon du Padoc von Chantal und Guy Juillard-Pape aus Damvant JU den Schauplatz der Nationalen Hengstselektion in Glovelier JU als stolzer Sieger. Er setzte sich gegen 52 Kandidaten durch und wurde mit den Noten 9/8/7 (Typ/Körperbau/Gänge) zum Gesamtsieger und schönstem Kandidaten erkoren.

Cartoon wurde jedoch nicht an den Stationstest geschickt, da er die Kriterien des Schweizerischen Freibergerverbandes nicht erfüllt. Das damals dreijährige Pferd hat zu grosse weisse Abzeichen an den Beinen. Dies ist gemäss Verband für die Zucht nicht wünschenswert. Der Entscheid sorgte bei den Züchtern für eine Kontroverse. Der damalige Präsident der Zuchtkommission trat zurück und kritisierte die Verbandsspitze. Der Verband wehrte sich gegen die Vorwürfe.

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Quelle: schweizerbauer.ch