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Emmi verkauft Ziegenkäsemanufaktur

  • Im Rahmen der Transaktion werden sämtliche Mitarbeitende übernommen und das Geschäft unter der Marke Lácteos Caprinos weitergeführt. – zvg
  • Zur Emmi Gruppe zählen in der 25 Produktionsbetriebe. Im Ausland ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern präsent; in acht davon mit Produktionsstätten. Aus der heraus exportiert Emmi Produkte in rund 60 Länder. – Emmi

Emmi veräussert ihren Anteil von 80 Prozent an der spanischen Ziegenkäsemanufaktur Lácteos Caprinos an die Lácteas García Baquero. Der Verkauf stehe im Rahmen der Ausrichtung auf ein wachstums- und margenstarkes internationales Geschäft, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. 

Die Manufaktur erzielt mit rund 40 Vollzeitbeschäftigten einen Jahresumsatz von rund 10 Millionen Euro (10,8 Mio. Fr.).

Anpassung bei Beschaffungsstrategie

Nach Prüfung verschiedener Optionen lägen dem Entscheid nebst wirtschaftlichen Überlegungen auch Anpassungen bei der europaweiten Beschaffungsstrategie für Ziegenmilch zu Grunde, heisst es. Der «konsequente Ausbau» des Nischengeschäfts mit Ziegenmilchprodukten bleibe für Emmi jedoch «strategisch wichtig».

Die neue Eigentümerin Lácteas García Baquero verfügt laut Mitteilung über eine lange Tradition und umfangreiche Expertise im Käsegeschäft sowie ein komplementäres Produktportfolio und Vertriebsnetz. Im Rahmen der Transaktion würden sämtliche Mitarbeiter übernommen und das Geschäft unter der Marke Lácteos Caprinos weitergeführt.

Vor 4 Jahren sehr zuversichtlich

Bei der Bekanntgabe der  Übernahme im Dezember 2016 zeigte sich Emmi sehr zuversichtlich. «Nach Frankreich hat Spanien das zweitgrösste Ziegenmilchaufkommen Europas (ca. 20 %). Mit einer Beteiligung an Lácteos Caprinos verschafft sich Emmi Zugang zu diesem interessanten Markt», hiess es damals. 

Der Fokus von Lácteos Caprinos liegt auf der Herstellung von Halbfertigprodukten (Käsebruch) für Ziegenkäsehersteller im In- und Ausland. «Mit solchen Halbfabrikaten überbrücken viele professionelle Ziegenkäsehersteller saisonale Milchengpässe», teilte Emmi weiter mit. Der Zukauf sollte das Ziegenmilch-Netzwerk von Emmi auf der Beschaffungsseite stärken. Der Ziegenmilchverarbeiter lasse sich hervorragend eingliedern. 

Verlust hat buchhalterische Gründe

Der Verkauf der Beteiligung wird laut Emmi vor Jahresende erwartet, wobei über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart wurde. Aus dem Verkauf ergebe sich für Emmi eine einmalige, im Geschäftsjahr 2020 EBIT-wirksame Belastung von rund 15 Millionen Franken.

Der Hauptteil dieses Verlustes sei allerdings auf buchhalterische Gründe gemäss Swiss GAAP FER zurückzuführen. Die Transaktion habe zudem nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die flüssigen Mittel, schreibt Emmi weiter.

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Quelle: erbauer.ch