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D: FDP bei Bauern an der Spitze

  • Nach Angaben von agri EXPERTS hatte die Verabschiedung des umstrittenen Insektenschutzpakets am 10. Februar im Bundeskabinett die Zustimmung zur bei den befragten Landwirten deutlich sinken lassen. en Sonnenblumenfeld Insekten Bienen – Samuel Krähenbühl

Die Bundestagswahl am 26. September dieses Jahres rückt auch im Agrarbereich immer stärker ins Blickfeld. Nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsportals agri EXPERTS hat die Union in der Wählergunst der Landwirte deutlich verloren. Danach liegt sie derzeit nur noch auf Platz zwei – hinter der .

In der Umfrage, die im Februar durchgeführt wurde, gaben lediglich 18 % der Landwirte an, sie würden oder wählen, sollte die Bundestagswahl unmittelbar anstehen. An Zustimmung gewonnen hat hingegen die . Laut Umfrage würden 24 % der Landwirte ihr Kreuz bei den Liberalen machen.

Auf Platz 3 hinter und Union rangiert in der Befragung mit 14 % die AfD. Die Grünen kommen bei den Landwirten auf einen Stimmenanteil von 6 %. und Linke liegen jeweils deutlich unter 5 %. Immerhin 37 % der Befragten zeigten sich unentschlossen. Rund 1’000 Landwirte haben sich agri EXPERTS zufolge an der Befragung beteiligt.

Das Unternehmen gehört zum Deutschen Landwirtschaftsverlag (dlv) und zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Marktforschungsunternehmen für die Agrarbranche. Unterdessen zeigte sich der Sprecher für Agrarpolitik der Grünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff, nicht überrascht von der Entscheidung für Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin seiner Partei.

Lösungsorientierter Politikstil

 Baerbock stehe für die Themen dieser Zeit, so Ostendorff gegenüber AGRA-EUROPE. Er nannte in diesem Zusammenhang Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, gleichberechtigtes Miteinander sowie Gesundheit und Bildung.

Ostendorff, der als einer der dienstältesten Abgeordneten der Grünen mit Ende der Legislaturperiode aus dem Bundestag ausscheidet, bescheinigt Baerbock einen „lösungsorientierten Politikstil, gepaart mit Transparenz und Offenheit“. Damit habe sie beste Voraussetzungen, „den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen“.

Die Nominierung Baerbocks als Kanzlerkandidatin sei daher folgerichtig. Der Grünen-Abgeordnete ist sich sicher, „dass sie im Wahlkampf die volle Unterstützung der gesamten Partei erhält“. Ostendorff gilt als Weggefährte des Co-Vorsitzenden der Grünen, Robert Habeck. Mit dem früheren schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister verbindet ihn eine enge fachliche Zusammenarbeit. Habeck war sechs Jahre Landesminister, bevor er 2018 zusammen mit Baerbock an die Spitze der Grünen gewählt wurde. Nach Angaben der Grünen verständigten sich beide Parteivorsitzende einvernehmlich auf Baerbock als Kanzlerkandidatin.

Unterschiedliche Ergebnisse

Während die Grünen sowohl im Bund als auch in den Ländern bei den Landwirten bislang zumeist unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielten, kamen sie bei der Landtagswahl Mitte März in Baden-Württemberg in dieser Berufsgruppe immerhin auf 19 % und in Rheinland-Pfalz auf gerade mal 5 %. Klare Siegerin bei den Landwirten war in beiden Ländern die mit jeweils rund 55 %.

Bei der letzten Bundestagswahl 2017 war die Union bei den Landwirten auf mehr als 60 % der Stimmen gekommen. Bei der vorgehenden Bundestagswahl 2013 hatten sogar rund drei Viertel der Bauern ihr Kreuz bei oder gemacht.

Inwieweit die Befragungsergebnisse vom Februar Rückschlüsse auf das Wahlverhalten der Landwirte im September zulassen, lässt sich nicht sagen. Nach Angaben von agri EXPERTS hatte die Verabschiedung des umstrittenen Insektenschutzpakets am 10. Februar im Bundeskabinett die Zustimmung zur bei den befragten Landwirten deutlich sinken lassen.

 

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Quelle: schweizerbauer.ch