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D: Bayern fördert Gämsenforschung 

  • Ein  Forschungsprojekt soll Informationen zum Gämsenbestand im gesamten bayerischen Alpenraum liefern.  – pixabay

Bayern will seine Spitzenposition in der Gämsenforschung weiter ausbauen.

 sministerin Michaela Kaniber hat jetzt den Startschuss für ein Forschungsprojekt gegeben, das Informationen zum Zustand der Bestände im gesamten bayerischen Alpenraum liefern soll. «Es ist mit eine Herzensangelegenheit, dass wir unser Wissen über die Gams und unser Bewusstsein für ihre Lebensweise stärken», so die Ministerin. Nur so könne man der besonderen Verantwortung für die aussergewöhnliche Wildart gerecht werden. Dank der bisherigen Projekte auf diesem Gebiet seien bereits wertvolle Informationen über den Zustand der Population und zum Verhalten gewonnen worden; nun würden die Forschungsansätze auf den gesamten bayerischen Alpenraum erweitert.

Laut Kaniber soll das Projekt ausserdem die Spekulationen über zu hohe oder zu niedrige Abschusszahlen auf eine sachliche Ebene zurückführen. Nach Angaben des Ministeriums wird im Rahmen des neuen Vorhabens die sogenannte «Landschaftsgenetik» angewandt. Dabei würden aus Gewebeproben erlegter Gämsen genetische Informationen gewonnen, die zuverlässige Aussagen zur genetischen Vielfalt, zur räumlichen Verteilung und zu den Wanderrouten der Tiere lieferten. Das erlaube Rückschlüsse auf Grösse und Zusammensetzung der Population.

Gemeinsam mit den vielversprechenden Ergebnissen des seit 2016 laufenden Forschungsprojekts «Integrales Schalenwildmanagement» erhofft sich das Ministerium weiteres Wissen zum Gamswild im Freistaat sowie Hinweise für dessen Hege und Bejagung. Zeitgleich werde ein Projekt gestartet, das unterschiedliche Jagdstrategien, den Einfluss des Tourismus und störungsarme Zonen für das Wild unter die Lupe nehme. 

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Quelle: erbauer.ch