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Corona führt zu Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft

  • Wegen Covid-19 dürfen Arbeitskräfte nicht nach Neuseeland einreisen. Der nationale Bauernverband Federated Farmers warnte, dass es auf den Farmen erhebliche Lücken in der Belegschaft gebe und dies den Anbau von Ackerkulturen gefährde könne.  – Eveline Dudda

In Neuseelands wird der Arbeitskräftemangel aufgrund der Corona-Pandemie zu einem immer grösseren Problem; die Farmer sorgen sich um die kommende

Grund für das Fehlen von Mitarbeitern sind nicht die hohen Infektionszahlen im Land, sondern restriktive Einreise- und Quarantänebestimmungen zur Vermeidung der Einschleppung von Covid-19, die auch für die benötigten ausländischen Arbeitskräfte gelten.

Der nationale Bauernverband Federated Farmers (FF) warnte kürzlich, dass es auf den Farmen erhebliche Lücken in der Belegschaft gebe und dies den Anbau von Ackerkulturen gefährde und es auch zu Futtermittelknappheiten kommen könne. Aktuell sei beispielsweise die Erzeugung von Grassilage als Futtervorrat für die vorhergesagte Dürreperiode gestört, weil dafür Fremdarbeitskräfte fehlten.

Zwar habe die Regierung im September die Einreise von 210 spezialisierten Fachkräften und Maschinenführern aus Grossbritannien und Irland genehmigt, doch seien aufgrund des Mangels an Plätzen in speziellen Quarantäneeinrichtungen letztlich nur 58 Personen ins Land gekommen. Normalerweise seien es etwa 450. Es sei deshalb mit geringeren Futtervorräten und teilweise schlechten Qualitäten zu rechnen. Normalerweise würden diese Arbeiter nach der Silage Verträge für die Getreide erhalten, doch auch in diesem Bereich zeichneten sich Engpässe ab, wenn nichts passiere.

Neuseelands Gartenbauverband (HortNZ) wies darauf hin, dass die Aussichten für die kommende vielversprechend seien, aber die Beschaffung von Saisonarbeitern ein grosses Problem darstelle. «Wir schätzen, dass wir trotz eines deutlichen Anstiegs der Zahl der beschäftigten Neuseeländer immer noch einen Mangel von ungefähr 10 000 Menschen haben werden», erklärte Verbandspräsident Barry O’Neil. Er rief deshalb die Regierung dazu auf, die «Grenze jetzt zu öffnen», damit Menschen aus coronafreien pazifischen Ländern kommen und die einbringen könnten. Dies habe in den vergangenen 13 Jahren im Rahmen des Programms für anerkannte saisonale Arbeitgeber immer gut funktioniert.  

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Quelle: schweizerbauer.ch